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Schienenstrang für Kieszüge erhält Schotterbett

Gleisbau in der Endphase

HEHLEN / GROHNDE. Sebastian Schülke, Projektleiter bei der Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHG), die derzeit die Bahntrasse zwischen Emmerthal und Hehlen wieder verkehrstauglich macht, ist zuversichtlich: Nachdem die Sanierung der Eisenbahnbrücke über die Landesstraße 429, die Bahnhofstraße in Grohnde, erledigt ist, können nun die Schotter-Waggons über die neuverlegten Schienenstränge Richtung Hehlen rollen. „Ende September wird die Strecke dann für den Zugverkehr wieder durchgängig befahrbar sein, kündigt Schülke an.

veröffentlicht am 30.08.2017 um 10:47 Uhr
aktualisiert am 30.08.2017 um 11:20 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Wie berichtet, will das Unternehmen Lammert & Reese die alte Bahnstrecke reaktivieren, um künftig den Kies aus ihren Kemnader Gruben per Schiene Richtung Norden zu transportieren. Neben Kostengründen spielen dabei auch ökologische Gründe eine Rolle: Die Fracht soll von der Strße auf die Gleise gebracht werden, wie Jörg-Peter Kölling, Geschäftsführer der mit 50 Prozent an der an Lammert + Reese beteiligten WRM-Reese Unternehmensgruppe angekündigt hat. Die Firma Lammert+Reese hatte 2015 die alte VEV-Strecke Emmerthal–Bodenwerder gekauft.

Bereits im Mai war der erste Schotterzug über Emmerthal auf die Gleis-Baustelle gekommen. Bis zur Bundesstraße am Gasthaus „Ruhberg“ ist die sanierte Strecke bereits geschottert, erklärt Projektleiter Schülke. Derzeit läuft der Schotter aus den Schütt-Waggons in die Gleiszwischenräume zwischen Ruhberg und Hehlen. Rund 15000 Tonnen Schotter werden eingearbeitet. Rund eineinhalb Wochen werden diese Arbeiten in Anspruch nehmen. Anschließend werden die Gleise mit einer Gleisstopfmaschine, auch Stopfzug und in Fachjargon Gramper genannt, bearbeitet. Die Stopfmaschine ist gleichzeitig in der Lage, den Gleisrost zu richten, das heißt, die Schienenstränge in die richtigen Spur-Abstände zu bringen und zu nivellieren.

Wie die Osthannoversche Eisenbahnen AG mitteilt, war die Sanierung der Eisenbahnbrücke in Grohnde notwendig geworden, weil Korrisionsschäden an der Eisenkonstruktion entdeckt worden waren. Hierzu ist die rund 17 Tonnen schwere Brückenkonstruktion in eine Spezialfirma an der niederländischen Grenzen zum Aufarbeiten gebracht worden. Außerdem mussten die Brückenlager erneuert werden. Bei Vollsperrung der 429 wurde die runderneuerte Brüche dann in eintägiger Arbeit auf die neuen Lager gelegt. Die Durchfahrthöhe von vier Metern, die manchem Lkw Schwierigkeiten bereitet, ist jedoch beibehalten worden. „Sonst hätte ein ganz neues Bauwerk errichtet werden müssen“, erklärt Schülke.

Wenn der Schienestrang Ende September wieder fahrbereit ist, wird die OHG abschließend noch Restarbeiten an den Bahnübergängen zu erledigen haben. Die Kiesabbaufirme wird dann noch die Bahn-Verladeeinrichtungen am Kieswerk fertigstellen, damit im nächsten Frühjahr die ersten Kies-Transporte rollen können.

Inklusive Anschlussgleis und Verladeeinrichtung will das Unternehmen nach ursprünglichen Planungen rund 7 Millionen Euro in die langfristige Standort- und Zukunftssicherung seines Rohstoff-Betriebes in Bodenwerder-Kemnade investieren.



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