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Stadt wollte leerstehendes Strand-Hotel kaufen: „Wir waren uns einig“ / Eigentümerin meldet sich nicht mehr

Gespräche verlaufen im Sande

Bodenwerder. Über den Kauf des Hauses an der Homburgstraße waren sich Stadt und Eigentümerin eigentlich einig. Doch aus der Stadt nicht bekannten Gründen kam der Verkauf nicht zustande. Dabei will die Stadt die Promenade umbauen und auch den Schandfleck des „Strand-Hotels“ beseitigen.

veröffentlicht am 18.04.2016 um 15:40 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:14 Uhr

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Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Wie die Weserpromenade in Bodenwerder einmal aussehen könnte, darüber wurde in den vergangenen Wochen viel geschrieben und geredet. Doch egal, was dort irgendwann einmal an Ideen umgesetzt wird: Das seit 1999 leerstehende ehemalige Strand-Hotel, das sich in privater Hand befindet, würde auch weiterhin das schöne Bild an der Weserpromenade stören. Verfallen und vermüllt gleicht es einer Ruine. Um weiteren Schaden zu verhindern, wollte die Münchhausenstadt das Gebäude an der Homburgstraße 53 kaufen. „Ich nehme doch kein Geld für die Weserpromenade in die Hand und habe dann dort einen Schandfleck stehen“, erklärt Joachim Lienig, weshalb das Gespräch mit der Eigentümerin gesucht wurde. Dieses fand im Dezember vergangenen Jahres statt. „Wir waren uns einig, dass wir es zu einem bestimmten Preis kaufen“, berichtet der Stadtdirektor. Ein Beschluss im Rat wurde herbeigeführt, die Verträge konnten aufgesetzt werden. Doch der Verkauf an die Stadt kam nicht zustande. „Die Eigentümerin hat auf unsere Briefe und Anrufe nicht mehr reagiert“, erzählt Lienig. Warum, weiß der Stadtdirektor auch nicht. Denn auch in Sachen Abriss wäre man der Hausbesitzerin entgegengekommen. Bereits seit dem 18. Februar 2011 liegt der Eigentümerin die Abrissgenehmigung vor. Doch, so Lienig, habe die Eigentümerin den Abriss und die damit verbundenen Kosten wohl dem Käufer aufdrücken wollen. Als Neu-Eigentümer wäre es für die Stadt allerdings schwierig gewesen, eine neue Abrissgenehmigung zu erhalten, da der Gesetzgeber Kommunen in der Pflicht sieht, Gebäude zu erhalten. Als Privatmann eine Abrissgenehmigung zu erhalten, sei eher möglich. Und da die Abrissgenehmigung für das Strand-Hotel ja vorliegt – erhalten möchte die Stadt das Gebäude nicht – hätte man sich bei den Abrisskosten noch einig werden können. „Ich war zuversichtlich, dass wir es hinbekommen“, erklärt Lienig.

Gerüchte, wonach es jetzt einen anderen potenziellen Käufer gibt, wollte die Eigentümerin auf Anfrage unserer Zeitung nicht bestätigen. „Ich möchte gar keine Auskunft geben, schon gar nicht gegenüber der Presse. Wenn, dann rede ich mit der Stadt“, erklärt die Dame. Doch auch da meldet sie sich nicht. Eine Absage an die Stadt mit der Begründung, dass sie einen anderen Käufer für das Strand-Hotel gefunden habe, würde der Verwaltung schon ausreichen. „Hauptsache, es passiert was mit dem Strandhotel, ob jetzt nun ein Privatmann die Sache in die Hand nimmt oder wir“, sagt der Stadtdirektor. Müsste die Stadt nicht aktiv werden, könnten immerhin Steuergelder gespart werden.

Über den Kauf des Hauses an der Homburgstraße waren sich Stadt und Eigentümerin eigentlich einig. Doch aus der Stadt nicht bekannten Gründen kam der Verkauf nicht zustande. Fotos: wfx


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