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Spanisches Paar übergibt seltenes Buch an Museumsleiter

Geschichten vom Baron auf Baskisch

Bodenwerder. Sicherlich haben viele Bürger diesem Augenblick entgegengefiebert, mit schwitzigen Händen darauf gewartet und erleichtert geseufzt, jetzt, wo er da ist: Das Münchhausen-Museum führt nun endlich auch ein Münchhausenbuch in baskischer Sprache. Na endlich. Aber Moment – wer spricht überhaupt Baskisch? Die Geber Alfredo Barrio Merino und Idoia Gonzalez Garcia schon mal nicht. Ihre Kinder schon. Die Familie lebte jahrelang da, wo Baskisch gesprochen wird, nämlich in der spanisch-französischen Grenzregion an der Atlantikküste. Etwa 500 000 Spanier und 200 000 Franzosen sprechen diese Sprache.

veröffentlicht am 24.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:21 Uhr

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Alfredo und Idoia sind vor einigen Monaten von St. Sebastian in Spanien nach Bodenwerder, genauer nach Kemnade, gezogen. Als ein Freund ihnen von der Sammlung erzählte, besorgten sie das Buch. Am Freitag haben sie es feierlich dem Museumsleiter Werner Koch übergeben. Der strahlte über das ganze Gesicht, denn im Schnitt kommen in einem Jahr nur zwei neue fremdsprachige Bücher zu der Sammlung im Münchhausen-Museum hinzu. „Das ist dieses Jahr sogar schon das zweite, das wir neu dazubekommen“, sagt er. Das erste war in Flämisch. Koch erwartet in naher Zukunft noch eins in Arabisch. Alle nach Region geordnet. So liegt das russische auch neben dem krimtatarischen, dann kommt das ukrainische Buch. Koch weiß, dass die Stücke immer rarer werden. „Es gibt schätzungsweise 60 verschiedensprachige Bücher zum Baron, wir müssten also bald alle haben.“

Die Sammlung im Münchhausen-Museum – Leiter Koch schätzt, dass sie seit den 1930er Jahren wächst – umfasst nunmehr 1100 Bücher über den Lügenbaron in 45 Sprachen. Das neue baskische Buch über den „Munchhausengo Baroia“ ist ein Comic. Der Museumsleiter ist begeistert: „Das ist ja gut gemacht, wie der Bär aussieht.“ Zumal das Exemplar aus einer Auflage von 1992 stammt, die nie wieder gedruckt wurde. Koch hat für die beiden Bauingenieure als kleines Dankeschön auch ein Buch zur Hand: die Geschichte von Kemnade. Ab nächsten Samstag ist das Museum bis Ende Oktober wieder täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.jmr

Ein stolzer Werner Koch (links) und zwei Neu-Kemnader, die ihn schon jetzt für sich gewonnen haben.jmr



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