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Vorsitzender der Museumslandschaft schlägt Präsentation unter dem Motto „Schatzkammer Weserbergland“ vor

Gemeinsames Ausstellungsprojekt?

BODENWERDER. Was eignet sich besser als Tagungsort für Mitglieder eines Vereins, der sich, so Schatzmeisterin Andrea Gerstenberger, als „Dachverband der Museen im Weserbergland“ versteht, als ein Museum? Folgerichtig trafen sich kürzlich die Aktiven von „Museumslandschaft Hameln-Pyrmont e.V.“ zu ihrer Jahreshauptversammlung in einer solchen Einrichtung, nämlich im Münchhausen-Museum in Bodenwerder.

veröffentlicht am 14.02.2018 um 15:49 Uhr
aktualisiert am 14.02.2018 um 18:20 Uhr

Mit einem Präsent bedankt sich (v. li.) Vereinsvorsitzender Dr. Dieter Alfter bei Museumsleiter Werner Koch und Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt für die gewährte Gastfreundschaft im Münchhausen-Museum Bodenwerder. Foto: br
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Burkhard Reimer Reporter
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Das gestaltete sich dann auch gleich zu dem, was auf gut Neudeutsch als „Win-win-Situation“ bezeichnet wird: Museumsleiter Werner Koch, der die Gäste gemeinsam mit Bodenwerders Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt begrüßte, nutzte nur zu gern die Gelegenheit, sein Haus, das die Lebensgeschichte des berühmten „Lügenbarons“ in all ihren Facetten präsentiert, einmal einem fachkundigen Publikum vorstellen zu können. Das wiederum genoss die angenehme Atmosphäre, die freundliche Bewirtung mit Kaffee und Kuchen, vor allem aber den amüsanten und dennoch höchst informativen Vortrag des ausgemachten Münchhausen-Kenners.

So vorbereitet, arbeiteten die Vereinsmitglieder dann auch ihre Tagesordnung zügig und harmonisch ab. Nachdem zuvor der Kassenbericht anstandslos angenommen und der Vorstand einstimmig entlastet worden war, verliefen auch die Vorstandswahlen ohne Überraschungen. Vorsitzender Dr. Dieter Alfter wurde ebenso einstimmig in seinem Amt bestätigt wie Stefan Daberkow als Stellvertreter und Andrea Gerstenberger als Schatzmeisterin. Neu in den Vorstand gewählt wurde Jürgen Seeger. Er wird künftig die Aufgaben des Schriftführers wahrnehmen.

Ebenso einig war man sich nicht nur darüber, dass auch in diesem Jahr wieder eine Museumssommernacht angeboten werden soll, sondern auch über den Termin, nämlich den dritten Samstag im Juni, also den 16. Juni. Schatzmeisterin Andrea Gerstenberger bat die Museen unter dem Dachverband, die sich an der Aktion beteiligen wollen, ihre jeweiligen Planungen für die Veranstaltung bis zum Ende dieses Monats bei der Geschäftsstelle des Vereins einzureichen.

Auch eine Veranstaltungsidee des Vorsitzenden für 2019 stieß auf allgemeines Interesse: Dr. Alfter schlug vor, im kommenden Jahr ein gemeinsames Ausstellungsprojekt aller Museen im Landkreis in Angriff zu nehmen. Es solle unter dem Motto „Schatzkammer Weserbergland“ stehen und zeigen, „was das Weserbergland stark macht“. Er denke dabei vornehmlich an Präsentationen zu den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft. „Selbstverständlich soll das nicht in einen finanziellen Kraftakt für die Museen ausarten, also nicht etwa viel Geld kosten, vielmehr soll etwas entstehen, das von Ideen lebt“, betonte Alfter.

Schließlich sprach der Vorsitzende auch noch das Thema „Gedenkstätte Bückeberg“ an. Prinzipiell könne er dem Projekt durchaus zustimmen, erklärte er. Allerdings werde es nur dann den gewünschten Erfolg haben, wenn die Besucher, er denke dabei nicht zuletzt an Schulklassen, bereits im Vorfeld thematisch darauf vorbereitet würden. Das könne eine Aufgabe unter anderem für jene Museen sein, die sich ohnehin in ihren Ausstellungen mit der NS-Zeit befassen. Von einem Versammlungsteilnehmer darauf angesprochen, dass es doch in seinem Museum eine entsprechende Abteilung gebe, und gefragt, ob denn schon alle Lehrer aus dem Hamelner Raum diese besucht hätten, antwortete Hamelns Museumsleiter Stefan Daberkow: „Ob nun tatsächlich schon alle Lehrer die Abteilung besucht haben, kann ich naturgemäß nicht sagen. Feststellen kann ich aber, dass die Vermittlungsangebote bei uns vorhanden sind, bisher aber selten nachgefragt werden.“



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