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Friedhof kann frühestens in 20 Jahren umgenutzt werden

Geisterstunde wird Hehlenern noch lange erhalten bleiben

Hehlen (phi). Es ist ruhig geworden auf dem alten Friedhof in Hehlen. Vereinzelte gepflegte Familiengräber geben unter hochgewachsenen Bäumen letzte Ruhe. „Und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben,“ sagt Udo Krause von der Samtgemeinde Bodenwerder. Krause leitet den Fachbereich Bürger und Sicherheit und ist für den Friedhof in Hehlen zuständig. „Im Jahr 2006 war hier vorerst die letzte Beisetzung.“ Danach muss die Grabstätte zwanzig Jahre ruhen, denn es handelte sich um ein Urnengrab. Eine dreißigjährige Liegefrist gibt es sogar bei Doppelgräbern.

veröffentlicht am 22.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:21 Uhr

Udo Krause (li.) und Bürgermeister Harald Jacob auf dem alten Friedhof in Hehlen.
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Auch Hehlens Bürgermeister Harald Jacob hat gemeinsam mit Krause ein Auge auf die Anlage. „In Abstimmung mit der Samtgemeinde kümmern wir uns um die Pflege.“ Und weil Jacob gebürtiger Hehlener ist, kennt er auch Anekdoten rund um die Grabstätte: „Als wir jung waren und hin und wieder gegenüber von diesem Ort ein Bier in der Gaststätte tranken, trafen wir auch den Stellmacher Karl Reese, der direkter Nachbar der Friedhofsanlage war. Gern trank er mit uns, aber wenn es Mitternacht schlug, wurde Reese ruhig, denn eins war sicher: Er ging nie zwischen 24 Uhr und 1 Uhr nach Hause. Er fürchtete die Geisterstunde und wollte auf keinen Fall während dieser Zeit am Friedhof vorbeigehen.“ Die Geisterstunde wird den Hehlenern am alten Friedhof dann wohl auch noch mindestens zwanzig Jahre erhalten bleiben, denn „erst danach“, so Krause, „kann der Ort entwidmet und neu über seine Bestimmung entschieden werden.“



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