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Feuerschutzausschuss Bodenwerder-Polle sagt Ja zum Brandschutzbedarfsplan

Für die Sicherheit

Bodenwerder. Dass es in der Sitzung des Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle um wichtige Themen ging, dokumentierte die starke Resonanz der Zuhörer. Unter ihnen waren viele Führungskräfte der Feuerwehr aus dem gesamten Landkreis Holzminden wie Regierungsbranddirektor Rolf-Dieter Rötger, Kreisbrandmeister Hans-Hermann Brandt, zahlreiche Ortsbrandmeister, der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses des Landkreises Holzminden, Hans-Dieter Steenbock, sowie von der Polizeidirektion Göttingen Branddirektor Klaus Wickboldt. Sie alle waren gespannt, wie sich die Kommunalpolitiker zum Brandschutzbedarfsplan für die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle äußern werden.

veröffentlicht am 13.11.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:21 Uhr

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Autor:

Guido Laßmann
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Ordnungsamtsleiter Udo Krause stellte das Thema in der Sitzung vor. Dem Ausschuss lag ein Beschlussvorschlag vor, eine Fachfirma mit der Erstellung eines Brandschutzplanes zu beauftragen. Ein Brandschutzbedarfsplan soll Politikern und der Verwaltung ermöglichen, den Bedarf an Einrichtungen, Fahrzeugen und Ausstattungen für die Feuerwehren in der Samtgemeinde festzulegen und fortzuschreiben. Der Plan gebe die Sicherheit, was wann für wen und zu welchem Zweck angeschafft oder erneuert werden soll. Der Brandschutzbedarfsplan legt fest, welche neuen Feuerwehrfahrzeuge, welche Ausstattungen und Gerätschaften angeschafft und welche Liegenschaften erneuert werden sollen.

Udo Krause berichtete weiter, dass bereits im Vorfeld der Sitzung Kontakt zur Stadt Holzminden aufgenommen wurde, wo diese Bedarfsplanung sich schon in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. „Man wolle von den Erfahrungen profitieren und eventuelle Schwachpunkte von Anfang an abstellen“, so die Intention. Es ist das erste Mal, dass ein solcher Plan aufgestellt werden soll. In den alten Samtgemeinden Bodenwerder und Polle gab es einen solchen Brandschutzbedarfsplan ebenfalls nicht. Seitens der CDU-Fraktion wurde nachgehakt, welchen bindenden Charakter ein solcher Bedarfsplan haben werde. Gemeindebrandmeister Andreas Damrau, der ebenso wie Stellvertreter Ralf Knocke der Sitzung als beratendes Mitglied beiwohnte, betonte eindringlich, dass hier ein Erreichungsgrad von 80 bis 90 Prozent zum Ziel gesetzt werden müsse, da sonst ein solcher Plan keinen Sinn haben würde. So wurde bei der anschließenden Abstimmung einstimmig gemäß Beschlussvorschlag votiert, dem Samtgemeindeausschuss zu empfehlen, eine Fachfirma mit der Erstellung eines Brandschutzbedarfsplanes für die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle zu beauftragen. Dafür sollen 20 000 Euro bereitgestellt werden, die im Haushalt 2013 schon berücksichtigt sind. Betont wurde in der Sitzung, dass dieser Brandschutzbedarfsplan nicht mit dem aus dem Jahr 2003 stammenden Feuerwehr-Strukturgutachten zu vergleichen sei. Ferner sei es ein Ziel, Gefahrenpotenziale zu erkennen und zu benennen sowie die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren mit Fahrzeugen und Ausstattungen dem gegenüberzustellen. Auch dafür sei die Planung wichtig.

Zum Haushaltsplanentwurf 2014 stellte Kämmerer Michael Helmig die Einzelheiten vor. Wesentliche Investitionsmaßnahmen sind allgemeine Baumaßnahmen (12 000 Euro), die Umrüstung auf Digitalfunk (76 000 Euro für den Um- beziehungsweise Einbau der Digitalfunktechnik in die Fahrzeuge), eine neue Ausstattung (76 000 Euro), die Ersatzbeschaffung eines Mannschaftstransportwagens der Feuerwehr Bodenwerder sowie die Ersatzbeschaffung des Löschgruppenfahrzeuges der Ortsfeuerwehr Kirchbrak mit 230 000 Euro.

Besonders betont wurde, dass bei der erforderlichen Beschaffung neuer Schutzjacken (135 Stück) für die Atemschutzgeräteträger, die den neuen Vorschriften entsprechen, die vorhandenen rund 13 Jahre alten Jacken weiterverwendet werden sollen. Diese werden dann nach entsprechender Reinigung als Wetterschutzjacken an die weiteren Einsatzkräfte ausgegeben. Mit einer Gegenstimme wurde auch hier diese Beschlussempfehlung verabschiedet.



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