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Bundesamt unterstützt Bemühungen der Firma Lammert+Reese um Reaktivierung der alten VEV-Strecke

Fördergelder für Bahnbau genehmigt

BODENWERDER. Nun geht es endlich weiter mit der Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke Bodenwerder–Emmerthal: Wie Heike Schmidt, Pressesprecherin beim in Bonn beheimateten Eisenbahnbundesamt mitteilte, hat die Behörde den Förderantrag der an einer Wiederinbetriebnahme interessierten Firma Lammert +Reese GmbH & Co KG „wie beantragt beschieden“.

veröffentlicht am 21.10.2016 um 15:44 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

Seit Anfang Oktober wird die alte Gleisstrecke erneut von Wildwuchs befreit, damit die Strecke begutachtet werden kann . Foto: Rolf Sander
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Bis 1966 hatten die ehemaligen Vorwohle-Emmerthaler Verkehrsbetriebe auf der um 1900 in Betrieb genommenen Strecke Personen und Güterverkehr abgewickelt. Dann war es ruhig geworden auf dem mehr und mehr zuwachsenden Schienenstrang. Bis zum März 2015: Damals hatte das Kieswerk Lammert & Reese den Streckenabschnitt Emmerthal–Bodenwerder kurz vor der Endwidmung gekauft. Im November 2015 ließ ihn die Firma vom umfangreichen Bewuchs freischneiden, auch um festzustellen, wie hoch der Aufwand für eine Wiederinbetriebnahme für den Güterverkehr ist. Anfang Dezember 2015 fuhr – nach 15 Jahren Pause – ein erster Güterzug mit Kies auf der noch unsanierten Strecke. Nachdem für die Instandsetzung der Schienenstrecke nun Fördermittel von Bund und Land aus den Wirtschafts- und Verkehrsministerien zugesagt worden sind, hat das Unternehmen den festen Willen, die Bahnstrecke neben der Bundesstraße 83 zwischen Bodenwerder und Emmerthal für ihre Kiestransporte zu reaktivieren – als alternativen und kostengünstigeren Verkehrs- und Transportweg zur Straße.[

Die Osthannoverschen Eisenbahnen (OHE), die die Bauleitung bei der millionenschweren Streckensanierung zwischen Emmerthal und Kemnade übernommen haben, haben die Ausschreibung ausgelobt: 9,8 Kilometer Gleisbett und Schwellen sind aufzunehmen, Schienenprofile auf den heutigen Stand zu bringen. Mitte der Woche war der Submissionstermin für die Bauleistungen. Jetzt sollen die Vergabegespräche stattfinden. Nachdem in den vergangenen Wochen die Strecke erneut vom Wildwuchs freigeschnitten worden ist, könnten die interessierten Bauunternehmer nun die Strecke begehen, um sich einen Eindruck von den anfallenden Arbeiten zu machen, erklärt Jörg-Peter Kölling, Geschäftsführer der WRM-Reese Unternehmensgruppe, die in Kemnade Sand und Kies produziert.

Übrigens: Sollte die Privatstrecke erst einmal wieder bautechnisch auf Vordermann gebracht sein, könnten sie laut Eisenbahngesetz künftig auch von anderen Gleisanliegern – beispielsweise Heller-Leder, Kieswerk Müller oder dem Hehlener Kalkwerk – gegen Trassengebühr befahren werden.

Dezember 2015 fuhr wieder ein Kiestransport über die Schienen. Foto: Rolf Sander
  • Dezember 2015 fuhr wieder ein Kiestransport über die Schienen. Foto: Rolf Sander

Neben Lammert & Reese hatte es in der Vergangenheit noch weitere Interessenten für die Bahnstrecke gegeben: Kieswerk- und Steinbruchbetreiber und sogar die Abfallwirtschaft Hameln sollen damals Interesse gezeigt haben.



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