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Loch im Luftgewehrstand durch unterirdische Ausspülung stellte Schießbetrieb in Frage

Flüssigboden rettet Schützenhaus

DOHNSEN. Das im Schützenhaus Dohnsen in diesem Jahr eine Weihnachtsfeier stattfinden konnte, verdanken die Mitglieder des Vereins umfangreichen Arbeiten an und in dem Gebäude. Bereits Mitte des Jahres war Dirk Wodtke bei der wöchentlichen Kontrolle des Schützenhauses aufgefallen, dass sich ein großes Loch im Luftgewehrstand aufgetan hatte.

veröffentlicht am 10.01.2019 um 16:44 Uhr

Schützenchef Jörg Bertram an der Stelle wo im Luftgewehrstand ein Loch klaffte; jetzt fehlt nur noch ein wenig Sand. foto: bor
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Julia Alin Reporter
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Für den Vereinsvorsitzenden Jörg Bertram stand die Ursache schnell fest: „Wasser hatte den Luftgewehrstand unterspült und keiner konnte sagen, wie umfangreich die unterirdische Ausspülung war. Aufgrund der unklaren Situation haben wir dann auch den Schießbetrieb sofort eingestellt.“

Der im Ort ansässiger Bauingenieur Nils Hövel und dessen Freund Tobias Meyer, Juniorchef der gleichnamigen Erd-, Tief- und Straßenbaufirma aus Tuchtfeld, wurden von den Schützen zur Begutachtung der Schadensstelle hinzugezogen.

Seit mehreren Jahren hatte sich das vom Berg kommende, und in einem Graben geführte Wasser scheinbar einen neuen Weg gesucht. Mit dem Bagger ausgehobene Querschläge rund ums Schützenhaus brachten allerdings keine neuen Erkenntnisse.

„Wir hätten normalerweise quer durch das ganze Schützenhaus den ausgespülten Tunnel öffnen und verfüllen müssen“, erinnert sich Jörg Bertram. Tobias Meyer hatte dann die rettende Idee, den ausgespülten, mehrere Meter langen unter dem Schützenhaus verlaufenden Tunnel mit Flüssigboden zu verfüllen. Gut 8,5 m³ des flüssigen Bodens wurden vom Mischfahrzeug aus in den Hohlraum gespült. Nach wenigen Stunden konnte durch die „Geheimwaffe“ Flüssigboden nicht nur das Schützenhaus vor größerem Schaden bewahrt werden.

„Durch dieses Schadensereignis wurde auch erstmals klar, warum in den vergangenen Jahren des Öfteren nach starken Regenfällen die tieferliegende Küche des Schützenhauses unter Wasser gestanden hatte“, meinte der Schützenchef des Vereins. Auch dieses Mal hatte der Wasserpegel von rund 50 Zentimeter Höhe zu einem Totalverlust des Inventars und sämtlicher elektrische Einbaugeräte geführt.

Da der kleine, 41 Mitglieder zählende Verein die unerwarteten Kosten nicht so einfach stemmen konnte, waren die Vereinsmitglieder froh, dass sich der Kreissportbund durch einen Zuschuss an den Kosten beteiligte.

Aber auch bei den vielen ehrenamtlichen Helfern und Unternehmen, die Bagger, Maschinen und Fahrzeuge zur Verfügung gestellt hatten, möchte sich Jörg Bertram auf diesem Wege noch einmal ausdrücklich bedanken.



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