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Sternsinger sammeln in ökumenischer Zusammenarbeit 2195,30 Euro für Projekt in Malawi

Flüchtlingshilfe aus Bodenwerder

Bodenwerder. In ihren bunten Umhängen, mit der Krone auf dem Kopf, dem Stern und der Spendendose waren Ann-Kristin, Bjarne und André in Kemnade unterwegs. Sie gehören zu den zwölf Sternsingern der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Königin, die in Gruppen in der Samtgemeinde unterwegs waren. In der Tradition der „Heiligen Drei Könige“ besuchten sie Familien und Altenheime, um Segenswünsche für das neue Jahr zu überbringen. Auf ihrem Weg durch Kemnade war das Sahlfeldstift ihre erste Station. Mit Martin Pfeffer, der seit Jahren die Sternsinger-Aktion vor Ort organisiert und diese Gruppe begleitete, erfreuten sie die Heimbewohner mit einem Lied und erbaten Gottes Segen für das Haus und die Menschen, die es bewohnen. Anschließend wurde am Holm der Eingangstür die Zahlen- und Buchstabenkombination 20*C+M+B+14 hinterlassen. Neben der Jahreszahl 2014 bedeuten die Buchstaben „Christus Mansionem Benedicat, Christus schütze dieses Haus“.

veröffentlicht am 07.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Karin Beißner
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Zum nächsten Einsatzort ging es nicht wie, die historischen drei Könige es taten, zu Fuß, sondern mit dem Auto. Das Ehepaar Veil hatte um den Besuch gebeten, die Gruppe wurde herzlich empfangen. Wie in allen Häusern gab es auch hier einen Obolus für die Spendendose und eine Süßigkeit als Anerkennung für die Bereitschaft der Kinder, ihre Freizeit zu opfern. Nach der Rückkehr ins Pfarramt wurden diese redlich geteilt.

Martin Pfeffer hatte seine „Könige“ nicht nur in der katholischen Gemeinde, sondern auch in der Grundschule Bodenwerder angeworben. „Nur mit den katholischen Kindern könnten wir die Aktion gar nicht starten. Es gibt zu wenige. Die Hälfte unserer Sternsinger ist evangelisch“, erklärt er. Im Religionsunterricht der Schule wurde das Thema vorbereitet. Da das diesjährige Motto „Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit“ lautet, bekamen die Schüler in einem Film „Willi im Flüchtlingslager“ aus der Fernsehserie für Kinder „Willi will’s wissen“ wichtige Informationen über das Leben in diesem Lager. Malawi, ein kleines Land in Südostafrika mit nur 16 Millionen Einwohnern, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und hat neben den eigenen Problemen – die Mehrheit der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag – auch noch mit den Flüchtlingsströmen aus den Nachbarländern zu kämpfen.

Hier im Lager wird das Geld, das Ann-Kristin, Bjarne, André und die anderen Kinder gesammelt haben, dringend benötigt, zum einen für die Unterhaltung der Schule – mehr als 80 Schüler besuchen gemeinsam eine Klasse – da fehlt es an vielem, zum anderen aber auch für die Therapeuten, die den Kindern helfen, das Erlebte zu verarbeiten und ihnen helfen, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Im Internet unter www.sternsinger.de können Kinder und Eltern das Video ansehen, in dem Tamasha und ihre zehn Geschwister über die Flucht und die damit verbundenen schrecklichen Erlebnisse berichten. In einem interaktiven Spiel lässt sich das Schicksal des 12-jährigen Atu verfolgen, der ohne Eltern aus dem Ostkongo floh, Aufnahme in einem Flüchtlingslager fand und nun hofft, sie wiederzufinden.

Im Laufe der 56 Jahre, die diese weltgrößte Hilfsaktion von Kindern für Kinder schon besteht, wurden viele 100 Millionen Euro für Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa gesammelt, die für bessere Lebensbedingungen von Kindern sorgen. Beim Abschlussgottesdienst am Sonntag waren die Sternsinger stolz auf ihren Beitrag, den sie dazu leisten konnten. Sie übergaben Pfarrer Kreye eine Geldkassette mit 2195,30 Euro. „Dies ist der höchste Betrag, den wir jemals gesammelt haben“, verkündete Martin Pfeffer, „jedes Jahr werden es aber auch mehr Familien, die sich den Besuch der Sternsinger wünschen.

Um all diese Wünsche erfüllen zu können, haben manche Kinder einen großen Teil ihrer Weihnachtsferien in den Dienst dieser guten Sache gestellt.“ Gleichzeitig dankte er auch den Erwachsenen, die die Gruppen auf ihrem Weg durch die Samtgemeinde begleitet hatten. Für die anwesenden Sternsinger war die Aktion damit noch nicht beendet. Sie besuchten nach dem Gottesdienst ihre evangelischen „Kollegen“ in der St.-Nicolai-Kirche.



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