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Schüler der Oberschule Bodenwerder präsentieren ihren Praktikumsberuf Eltern und Mitschülern

Floristin oder Krankenschwester?

BODENWERDER. Erste Berufserfahrungen und einen realistischen Eindruck von der Arbeitswelt erlebten 67 Schüler der Klassen 9 und 10 der Oberschule Bodenwerder. Sie absolvierten jeweils ein 2- beziehungsweise ein 3-wöchiges Betriebspraktikum. Im Anschluss daran präsentierten die Schüler ihren Praktikumsberuf und -betrieb mit selbst gestalteten Ständen den Eltern und Mitschülern in ihrer Schule.

veröffentlicht am 02.11.2017 um 16:52 Uhr

Christine Wolters Entscheidung für den Beruf „Floristin“ ist schon ziemlich fest. Foto: kkü
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Autor

Karin Küster Reporterin
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Da der Elternsprechtag zeitgleich lief, wurde diese Ausstellung auch tatsächlich von vielen Eltern besucht.

Beispielsweise zeigten Maurice Lohöfer und Jeremy Sinke, wie Figerabdrücke gemacht werden (Polizeistation und Polizeiausbildungsstätte), Liam Bursky präsentierte Brötchen und Kuchen (Bäckerei), Elain Membury Perücken und Friseurartikel (Frisör). Auf dem Stand von Thilo König waren Werkzeuge zu sehen und eine im Praktikum selbst angefertigte kleine Holzschubkarre sowie eine Grillzange aus Holz (Tischlerei).

Vielen Schülern gab das Praktikum eine Bestätigung, mit dem Berufswunsch auf dem richtigen Weg zu sein: Ralf Lindner und Michelle Röker (Sozialbegleitender Dienst) lernten die Arbeit im Seniorenheim kennen und empfanden den vertrauensvollen Umgang mit alten Menschen als ausgesprochen positiv. Auch die Arbeit mit Kindern (Kindergarten) wurde als erstrebenswertes Berufsziel von mehreren Schülern angesehen. Ebenso hat sich Celina Brünigs Wunsch, Krankenschwester zu werden durch das Praktikum gefestigt.
Die Schüler, die in verschiedenen Tischlereibetrieben ihre Praktikumszeit verbrachten, fanden Bestätigung für ihren Berufswunsch und berichten von viel Freude, ihre Kreativität ausleben zu können und begeistern sich für den Werkstoff Holz.

Celina Brünig kann sich nach der Schule eine Ausbildung als Krankenschwester gut vorstellen. foto: kkü
  • Celina Brünig kann sich nach der Schule eine Ausbildung als Krankenschwester gut vorstellen. foto: kkü

Erwartungsgemäß gab es auch einige negative Erfahrung zu verkraften: körperliche Anstrengung (Gastronomie, Krankenhaus), Lautstärke (Kindergarten, Grundschule), immer auf den Beinen zu sein (Sozialbegleitender Dienst). Wie sehr Lärm nerven und wie anstrengend es ist, den ganzen Tag zu laufen, konnten die Schüler so intensiv selbst erfahren. Der schulische Unterricht kann auf vieles vorbereiten, aber nicht auf die körperliche Belastungen, die der Alltag in vielen Berufen mit sich bringt. Lehrerin Nadine Steinführer bestätigt: „Schule ist immer theoretisch.“ Darum hat die Berufsorientierung in der Lehrerschaft der Oberschule Bodenwerder einen hohen Stellenwert.

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