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„Unser Bodenwerder“ wartet in diesem Jahr mit neuem Konzept auf

Fischmarkt heißt jetzt Frühlingsmarkt

BODENWERDER. Fischmarkflair gibt es in Bodenwerder bereits seit Jahrzehnten. In diesem Jahr soll aber einiges anders werden. Das hat der Vorstand von „Unser Bodenwerder“ jetzt so beschlossen. Und so wird Bodenwerders traditioneller Fischmarkt, der in diesem Jahr am 7. und 8. April stattfinden wird, erst mal seinen Namen ändern und künftig Frühlingsmarkt heißen.

veröffentlicht am 06.02.2018 um 14:06 Uhr
aktualisiert am 06.02.2018 um 17:40 Uhr

r„Der Wattwurm“ war beim Fischmarkt 2017 einer der letzten richtigen Marktschreier, die in Bodenwerder das Publikum unterhielten.
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Angelehnt an das bisherige Fischmarkt-Konzept wird es auch weiterhin den Rundlauf über die Weserpromenade, den Mühlentorparkplatz und die Große Straße geben. Damit soll zum einen die Innenstadt am verkaufsoffenen Sonntag optimal eingebunden werden; zum andern wird es im Zentrum wieder einen Flohmarkt geben.

Doch darüber hinaus kommt ein neues Konzept der Traditionsveranstaltung der Münchhausenstadt.. Darauf hat sich „Unser Bodenwerder“ bereits mit dem Marktorganisator heute „alex Veranstaltungen“ verständigt. Denn auch wenn der alte Fischmarkt über die Jahre konstant Menschenmassen nach Bodenwerder gelockt und es keinen Einbruch bei den Gästezahlen gegeben hat, hat sich „Unser Bodenwerder“ Kritik an den Veranstaltungen zu Herzen genommen.

So ist der Fischmarkt in Bodenwerder längst nicht mehr das typische Event der Marktschreier, das man als Besucher auf einem Fischmarkt erwartet. Anders als in früheren Zeiten, als sich die Gilde der Markschreier mit verbalen „Nettigkeiten“ scheinbar die Kunden abspenstig zu machen versuchte, waren es im vergangenen Jahr nur noch die beiden Protagonisten „Der Wattwurm“ und Keks Ronny, die sich noch im alten Stil beschimpften. Und auch Fisch war rar im Angebot. Noch vor Jahren waren da die typischen „Schreihälse“ wie Wurst-Jan, Käse-Mika oder Blumen-Rainer, die die Marktbesucher unterhielten. So will sich Marktorganisator „alex“ in diesem Jahr bemühen, wieder mehr Marktschreier nach Bodenwerder zu holen, die dann alle zusammen auf dem Mühlentor-Parkplatz ihre Show abziehen können.

Zum anderen sollen die einzelnen Stände an der Weserpromenade aufgewertet werden. „Wir wollen keine Buden, die nach Chemie riechen“, erklärt Michael Reich, Pressesprecher von „Unser Bodenwerder“. Will sagen: Die Stände mit Billig-Bekleidung und Flohmarkt-Unterhaltungselektronik sollen verschwinden. „Dafür wollen wir mehr saisonale Frühlingsangebote, wie beispielsweise Floristik und Gartenbedarf“, erklärt Reich die Reaktion auf einen weiteren Kritikpunkt, der an „Unser Bodenwerder“ herangetragen wurde. „Wir sind gespannt auf die Umfirmierung, die hoffentlich zu einer etwas anderen Erwartungshaltung der Gäste führt und auf die kleinen Änderungen, die hoffentlich den Frühlingsmarkt zu einem Erfolg werden lassen“ resümiert Reich.

Und wie gewohnt bieten an den zwei Markttagen wieder zahlreiche Händler, Schausteller und Wirte auf dem beliebten Rundwegihre Angebote. An beiden Markttagen steht zudem wieder die Irish-Folk-Bühne am Fähranleger. Dazu gibt es irisches Bier sowie ein reiches Imbissangebot. Und auch die Liebhaber mittelalterlicher Marktangebote werden in diesem Jahr in Bodenwerder wieder auf ihre Kosten kommen: So werden historische Stände das Markttreiben wie in den Vorjahren am Mühlentorparkplatz bereichern. Und am Sonntag haben auch wie gewohnt die Geschäfte in der Innenstadt verkaufsoffen und laden von 13 bis 18 Uhr zum „Shoppen“ ein.

Wie „Unser Bodenwerder“ mitteilt, soll der neue Frühlingsmarkt im Anschluss mit allen Beteiligten genau unter die Lupe genommen werden. Dann wird die Entscheidung getroffen, wie es mit Bodenwerders einzigem Markt, bei dem die Veranstalter nicht finanziell zulegen müssen, weitergeht. Michael Reich: „Es kann durchaus sein, dass wir uns beispielsweise nach einem neuen Anbieter umsehen oder den Fischmarkt generell nicht mehr veranstalten.“ Der Schwerpunkt von „Unser Bodenwerder“, der Nachfolgerin der alten Werbegemeinschaft, solle künftig ohnehin nicht mehr auf den Veranstaltungen in der Großen Straße liegen, sondern sich auf eine Verbesserung und Stärkung der Lebensqualität in der Samtgemeinde konzentrieren, erklärt Reich.

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