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Duo „Magic Strings“ beeindruckt mit virtuosem Spiel

Faszinierendes Klangbild

veröffentlicht am 05.09.2016 um 21:12 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:28 Uhr

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Autor:

Ernst-W. Holländer
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Christiane Klein, die rührige Kantorin, hatte vielleicht eine zahlenmäßig größere Hörerschaft erwartet; die Anwesenden erlebten jedoch in der nach ihrer Aussage „kammermusikfreudigen“ Kirche ein wahrhaft faszinierendes Kon-zert. Die Akustik freilich spielte den Ausführenden einen Streich. Hein Brüggen, der brillante Gitarrist, sagte die zu hörenden Werke in Ermangelung eines schriftlichen Programmzettels kenntnisreich an, nur verstand man ihn kaum. Brüggen ist absoluter Meister seines Instruments: die Gitarre dient nicht der Begleitung, sondern wird solistisch vielfältig eingesetzt, klanglich höchst eindrucksvoll, auch im besten Sinne virtuos. Es gibt Spielarten, die man diesem Instrument kaum zutraut: orchestrale Fülle, Pizzicato-Effekte, feinster Zierat, letztlich eine ganze Farb-Skala. Zu diesen Klängen gesellt sich das Spiel der Solo-Violine. Thomas Frenser spielt ein hochwertiges Instrument, das elektronisch verstärkt wird und dadurch schärfer, glänzender klingt. Beide Künstler hören ständig genau aufeinander, ergänzen sich, bieten somit ein geschlossenes Klangbild. Frenser hört man die Herkunft aus dem Orchesterspiel an, er hat sich, angeregt durch kompetente Musiker, dem Jazz verschrieben. Die aufgeführten Stücke entstammen großenteils dem nord- und südamerikanischen Raum.

Christiane Klein wartete in den Pausen mit Wortbeiträgen auf: da hörte man den 19. Psalm, in dem einmal von der „sprachlosen Stille“ die Rede ist, aber dann auch Beherzigenswertes von einem weniger bekannten Autor über das Thema „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“. Ein irischer Text endete mit dem Satz „Die Welt ist immer noch schön!“ Und der könnte als Motto über diesem Abend stehen.



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