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Hausaufgabenhilfe im Jugendzentrum hilft Schülern mit Migrationshintergrund bei der Integration

Es geht weiter mit dem „Tinten-Klex“

Bodenwerder. Die Finanzierung durch die Lotto-Sportstiftung ist gesichert – und so wird es auch in diesem Jahr ein Folgeprojekt des offenen Schülertreffs „Tinten-Klex“ in der Münchhausenstadt geben. Das Hilfsangebot zum Erledigen der Hausaufgaben, das sich vor allem an Kinder mit Migrationshintergrund aus benachteiligten Familien wendet, geht damit in das fünfte Jahr seines Bestehens. Die Begleitung des Projektes, für das die Stadt Bodenwerder wie gewohnt Räumlichkeiten im jetzt unter städtischer Regie geführten Jugendzentrum Klex zur Verfügung stellt, liegt weiterhin in den Händen des Vereins für Sozialpädagogik Holenberg. Der wird auch künftig mit Renate Kohrs eine pädagogische Betreuungskraft für den „Tinten-Klex“ stellen, die fachlich von der Diplom-Sozialpädagogin Mechthild Meister als pädagogische Bereichsleitung betreut wird.

veröffentlicht am 07.01.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:07 Uhr

Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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An der Hauptschule Bodenwerder haben derzeit etwa ein Viertel der Schüler einen Migrationshintergrund. Ähnlich ist die Situation an der örtlichen Grund- und Förderschule. Die Zahl dieser Schüler beträgt derzeit an allen drei Schulen etwa 400. Da in Bodenwerder keine entsprechende Hausaufgaben-Hilfe für diese Kinder, deren Eltern teilweise nicht fließend Deutsch sprechen, vorhanden war, wurde hier im September 2010 das Projekt „Tinten-Klex“ in Jugendzentrum aus der Taufe gehoben. Ziel war es von Anfang an, den Kindern, die dieses Angebot freiwillig in Anspruch nehmen können, neben der Hilfestellung bei den Hausaufgaben und schulischen Problemen auch eine Integration in örtliche Freizeitangebote im Jugendzentrum selbst, aber auch in Vereinen zu ermöglichen. Der „Tinten-Klex“ bietet damit den Kindern von Klasse 1 bis Klasse 8 ein Rundumpaket bei der Lösung von Problemen im Bereich Schule und Freizeit. „Und das unterscheidet uns von der reinen Hausaufgabenhilfe, die an der Grundschule angeboten wird“, erklärt „Tinten-Klex“-Betreuerin Renate Kohrs. Die gelernte Apothekenhelferin hat nach eigenen Worten mehr durch Zufall und ohne pädagogische Vorbelastung diesen Job übernommen, als sie mal vertretungsweise bei Tinten-Klex eingesprungen ist. Seitdem ist sie als Vor-Ort-Kraft des Vereins für Sozialpädagogik Holenberg dabei geblieben. Mittlerweile ist Renate Kohrs für die Tinten-Klex-Schüler so etwas wie eine „Nachmittags-Mutter“ geworden, die auch für Problemgespräche zurate gezogen wird.

Seit seiner Installierung erfreut sich des Projekt in Bodenwerders Jugendzentrum eines regelmäßigen Besuchs durch Kinder der Zielgruppe. Nach Beobachtungen des Vereins für Sozialpädagogik Holenberg war eine deutliche Steigerung schulischer Leistungen der Kinder und damit auch ihrer Lernmotivation und Integration im Klassenverband bereits nach kurzer Laufzeit festzustellen. Derzeit hat sich das Angebot, das an vier Werktagen jeweils in der Zeit von 14.15 bis 16.15 Uhr für Schüler offensteht, an den meisten Tagen auf eine „Stammkundschaft“ von vier bis fünf Kinder eingependelt – wobei türkische und deutsche Kinder Seite an Seite ihre Hausaufgaben machen. „Wir wünschen uns aber eigentlich noch mehr Resonanz für unser Migrationsprojekt“, merkt Mechthild Meister an, denn eigentlich werde eine Teilnahme von regelmäßig zwölf bis 18 Kindern erwartet.

Gefördert wird das Projekt von der niedersächsischen Lotto-Sportstiftung. Zweck der Stiftung ist einerseits die Unterstützung des Sports, andererseits aber auch die Integration insbesondere von Menschen mit Migrationshintergrund. In Anschluss an die Erledigung der Hausaufgaben und das Üben für Klassenarbeiten werde daher auch versucht, den Kindern einen Zugang zur örtlichen Jugendarbeit und den Vereinen zu vermitteln, um sie in die Freizeitangebote der Stadt und der Samtgemeinde zu integrieren, erklärt Mechthild Meister.



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