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Fairtrade-Gedanke auch in den Schulen angekommen

Es geht voran

BODENWERDER. In der Fairtrade-Planungsgruppe geht es kontinuierlich voran. „Wir sind der Verwirklichung schon einen großen Schritt näher gekommen“, berichtet Maike Weiß stolz, „beim letzten Treffen der Gruppe, zu der wieder neue Interessenten gestoßen sind, konnten wir bereits mit dem Ausfüllen der Bewerbungsunterlagen anfangen.“ Nach der Zustimmung des Stadtrates sind nun weitere Kriterien erfüllt, Vereine, Gastronomiebetriebe, Kirchen und Geschäfte sind mit im Boot. Der Kneipp- und Ruderverein, Café Cannelle, die Gastronomie Mittendorf, Karin Kehne und die Marktdrogerie haben ihre Teilnahme bestätigt.

veröffentlicht am 10.02.2019 um 15:25 Uhr
aktualisiert am 10.02.2019 um 18:03 Uhr

Leon erklärt den Besuchern die Ergebnisse der Projektwoche an der Oberschule Bodenwerder. Foto: kb
Beißner

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Karin Beißner Reporterin
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Da sich auch mindestens eine Schule beteiligen muss, hat die Steuerungsgruppe das Thema auch in die Schulen gebracht. „Wir wollen das Projekt gerne unterstützen“, erklärt OBS-Schulleiterin Corinna Heinze. In Oliver Hartmann hat sie einen Kollegen gefunden, der das Thema im Rahmen der Schul-Projektwoche aufgegriffen hat. Intensiv hatte sich die Klasse 8a mit den ungerechten Arbeitsbedingungen in den Herstellungsländern beschäftigt und war auch vor Ort unterwegs. Die Schülerinnen und Schüler haben sich in den Geschäften nach Fairtrade-Produkten erkundigt und waren erstaunt über das Angebot. Auf drei großen Stellwänden stellten sie ihre Ergebnisse Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt, der Initiatorin von Fairtrade-Town, Maike Weiß, sowie Friedrich-Wilhelm Dornette von der Steuerungsgruppe vor. Mit dem Thema hätte die Klasse anfangs gar nichts anfangen können, denn die unfairen Herstellungsbedingungen seien ihnen nicht bekannt gewesen, berichtet Oliver Hartmann. Nun sind die Schüler für das Thema sensibilisiert und haben ein Statement verfasst. Die Besucher waren sehr beeindruckt von den Ergebnissen und im Namen aller richtete Dornette den Dank an die Schule. „Mit dem Thema wird der Grundstein gelegt, das Konsumverhalten doch ein bisschen zu überdenken und ein Bewusstsein zu schaffen, dass es Waren gibt, die unter unmenschlichen Bedingungen hergestellt werden. Es gibt keinen besseren Ort damit anzufangen als die Schule“, erklärte er. Die Stellwände mit den Informationen sollen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden und in den Räumen des geplanten Zentrums für Jung und Alt, ZenJA, aufgestellt werden.

An der Grundschule (GS) sind die Planungen zu Fairtrade schon weiter gediehen. „Wir sind auf dem Weg zur Fairtrade-Schule, aber noch in der Info- und Findungsphase“, berichtet Ulrike Ebeling von der Steuerungsgruppe und selbst Lehrerin an der GS. Fünf Bedingungen sind zu erfüllen, um als Fairtrade-Schule bezeichnet zu werden. Dazu gehören das regelmäßige Thematisieren im Unterricht und in Schulveranstaltungen und der Gebrauch von fair gehandelten Produkten. Das Kollegium steht dem Fairtrade-Gedanken positiv gegenüber, bereits im November gehörten zum Friedensfrühstück fair gehandelte Bananen. Auch Schul-T-Shirts und Bälle für den Sportunterricht, unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt, könnten den Weg in die GS finden. Nun müssen die Eltern mit ins Boot geholt werden. Das soll beim nächsten Treffen des Schulvorstandes geschehen. Eine weiterführende Veranstaltung mit einer Referentin von Fairtrade Deutschland wird es für die Schulen am 20. Februar geben. Mit dabei sind dann auch die GS Ottenstein und GS Halle



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