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Brunhild Helmke ist Museumsführerin im Münchhausen-Museum

Es geht nur im Team

BODENWERDER. Brunhild Helmke weiß sehr viel über die Geschichte von Bodenwerder, kennt das Leben des Freiherrn von Münchhausen in- und auswendig und kann äußerst unterhaltsam seine Geschichten zum Besten geben. Sie ist neben Museumsleiter Werner Koch, Carlo Hase und Brigitte Duttmann ehrenamtliche Museumsführerin im Münchhausen-Museum.

veröffentlicht am 20.06.2018 um 16:02 Uhr
aktualisiert am 20.06.2018 um 16:40 Uhr

Inge Helmke hat für jeden gast ein nettes Wort. Foto: kb
Beißner

Autor

Karin Beißner Reporterin
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Schon seit 20 Jahren steht sie im Dienste der Besucher. Bereits 1997 begann sie sich im Heimatmuseum zu engagieren. Die Kemnaderin war nach dem Tod ihres Mannes aus Hamburg zurück in ihr Elternhaus gekommen. Bei einem nachbarschaftlichen Kaffeeklatsch weckte Marianne Droste, die schon im Museum in der alten Brennerei arbeitete, ihr Interesse. Als drei Jahre später ein Engpass im benachbarten Münchhausenzimmer entstand, wechselte sie dorthin und zog 2003 mit in das heutige Gebäude um.

Die Münchhausen-Geschichten, die sie den Gästen erzählt, sind immer noch die gleichen und bringen Jung und Alt zum Schmunzeln. Besonders die Kindergruppen bereiten ihr Freude, weil Kinder sich spontan zu den Geschichten äußern, ganz naive Fragen stellen, Lösungsvorschläge unterbreiten und es häufig zu lustigen Situationen kommt.

Jede dritte Woche ist sie im Einsatz und erzählt zwischen 10 und 17 Uhr den Besuchern die Biografie des großen Fabulierers, lässt sie an seinen Geschichten teilhaben und erklärt die Exponate in den Vitrinen. Da das Museum jedem Gast das Beste bieten möchte, gibt es außer für angemeldete Gruppen, keine festen Führungszeiten, jeder bekommt sofort eine Führung. In den Sommermonaten ist das sehr anstrengend, weil Brunhild Helmke pausenlos im Einsatz ist. Und wenn die Öffnungszeiten nicht in die Planung einer Gruppe passen, steht sie auch schon vor 10 Uhr oder nach Feierabend vor ihren Gästen.

Auch das Erklären der Exponate gehört zu Brunhild Helmkes Aufgaben. Foto: kb
  • Auch das Erklären der Exponate gehört zu Brunhild Helmkes Aufgaben. Foto: kb

Nach Beendigung der Woche am Sonntagabend sind dann noch die Wochenabrechnung der Eintrittsgelder und Verkäufe fällig. Jeder, der im Museum arbeitet, nimmt auch noch andere Aufgaben wahr. Bei dortigen Veranstaltungen widmet sie sich den Gästen, schenkt Getränke aus und schaut nach dem Rechten.

Auch nach Saisonende fällt die eine oder andere Führung an und vor der Saison rückt sie zusammen mit dem ganzen Team beim großen Frühjahrsputz den Vitrinen zu Leibe. Alle Exponate müssen entstaubt, die Scheiben blitzblank geputzt und manches anders dekoriert werden.

Doch all das geht nicht alleine, der Museumsbetrieb funktioniert nur als Teamarbeit. Im Wechsel mit Elke Helmig und Waltraut Bente organisiert Namenskollegin Inge Helmke alles im unteren Bereich. Die Hehlenerin kassiert seit 13 Jahren die Eintrittsgelder, verkauft Bücher, Ansichtskarten und Souvenirs. Der Umgang mit Kunden war ihr als Verkäuferin vertraut und so musste sie nicht lange überlegen, als Werner Koch sie bat, das Team zu unterstützen. Während im ersten Stock die Führung läuft, organisiert sie im Eingangsbereich den reibungslosen Ablauf, verliert nie die Ruhe, auch wenn es beim schnellen Hintereinander mehrerer Gruppen manchmal hektisch wird.

Sie nimmt Anmeldungen für Führungen entgegen, steht Radfahrern mit Rat und Tat zur Seite, hat ein Auge auf abgestellte Schirme, Rucksäcke und schlafende Babys und versorgt Kinder mit Malbögen. Besuchern, die wegen körperlicher Beeinträchtigung die Treppen nicht steigen können, erzählt sie schon einmal eine Münchhausen-Geschichte oder hört sich deren Sorgen und Nöte an. Am Wochenende steht sie auch für Auskünfte zur Verfügung, die sonst die Tourist-Information erledigt.

Und wenn Schmutz hereingetragen wird, wischt oder fegt sie auch schnell mal zwischendurch, denn zufriedene Besucher liegen nicht nur ihr, sondern dem ganzen Team am Herzen.



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