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Für Lammert & Reese ist nach Jungfernfahrt bewiesen: eine Alternative zur Straße

Erster Kiestransport über alte Gleise

Hehlen /Emmerthal. Es war ein von zahlreichen Eisenbahnfreunden und Gleisanliegern beachtetes Ereignis: 15 Jahre nach Ende des Zugverkehrs auf den alten VEV-Gleisen zwischen Hehlen und Grohnde fuhr jetzt erstmals wieder ein Güterzug über die alte Bahntrasse, wenn auch nur im Schritttempo. An den Kemnader Gruben des Kiesproduzenten Lammert & Reese waren für diese Jungfernfahrt vier Waggons per Radlader mit rund 200 Tonnen Kies beladen worden. Eine Diesellok zog sie zum Bahnhof Emmerthal, dem Anschluss an die Hauptstrecke. Von dort aus wurde die Kiesfracht erstmals über den Schienenstrang zum Kunden des Kieswerks im Osnabrücker Land gebracht. Wie Jörg-Peter Kölling, Geschäftsführer der WRM-Reese-Gruppe erklärt, hätten für diese Kiesmenge bislang acht bis zehn Lastwagen von seiner Firma auf Auslieferungstour geschickt werden müssen.

veröffentlicht am 09.12.2015 um 18:39 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Für die Unternehmensgruppe ist mit diesem spektakulären Kiestransport nun der Beweis erbracht, dass für die Firma künftig der Schienenweg über die alte VEV-Trasse möglich ist. Denn ab 2017, so die Planungen des Unternehmens, soll die Bahnstrecke nach einer Millionen teuren Sanierung wieder regelmäßig für Kiestransporte genutzt werden (wir berichteten). Voraussichtlich ab Mitte kommenden Jahres werden die Renovierungsarbeiten an der Bahnstrecke in Angriff genommen.

Der Kiesproduzent, der den alten Schienenstrang erworben hat, hofft als Voraussetzung für die Wiederbelebung der Strecke auf Fördermittel von Bund und Land. Meldungen, der Bund hätte seine Mittel für Gleissanierungen gekürzt, seien mittlerweile wieder überholt, erklärt Kölling: Durch nicht abgerufene Überhänge aus den Vorjahren sollen die Fördertöpfe derzeit wieder gut ausgestattet sein, so die Informationen des Geschäftsführers.



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