weather-image
23°

Abschlussveranstaltung zu Flurbereinigungsverfahren

Erinnerungsstein enthüllt

RÜHLE. Es ist geschafft! Nach rund 13-jähriger Laufzeit konnte gestern das Flurbereinigungsverfahren in Rühle offiziell abgeschlossen werden. Für viele der am Verfahren Beteiligten war das ein guter Grund zu einer entsprechenden Abschlussveranstaltung. So wurde gestern am frühen Abend, nach einer Rundfahrt durch das Flurbereinigungsgebiet, zunächst am Weserradweg, etwas nördlich des Rühler Campingplatzes, ein Erinnerungsstein enthüllt.

veröffentlicht am 28.09.2018 um 19:54 Uhr

Auf das in den Jahren 2005 bis 2018 durchgeführte Rühler Flurbereinigungsverfahren soll ein Erinnerungsstein mit einer Bronzeplakette hinweisen, der hier von Heike Fliess, Friedrich Borchers, Friedrich-Wilhelm Schmidt, Edgar Bäkermann und Karsten Böd
Avatar2

Autor

Burkhard Reimer Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Neben Friedrich-Wilhelm Schmidt waren auch der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Friedrich Borchers, die Landesbeauftragte im Amt für regionale Landentwicklung, Heike Fliess, Projektleiter Edgar Bäkermann, dessen Verhandlungsleiter Karsten Bödecker sowie einige der beteiligten Landwirte und deren Ehefrauen bei der feierlichen Handlung mit von der Partie. Der Stein ist ein historischer Grenzstein, der früher die Grenze zwischen dem einstigen Herzogtum Braunschweig und dem Königreich Hannover markiert hat und bei Feldarbeiten wieder aufgetaucht ist. Nun soll er künftige Generationen auf das erfolgreiche Flurbereinigungsverfahren aufmerksam machen.

Denn nicht zuletzt für sie sei das Verfahren im Jahr 2005 in Gang gebracht worden, erklärt Friedrich-Wilhelm Schmidt als stellvertretender Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft im Gespräch mit der Dewezet. „Es geschah also schon damals ganz im Sinne der heute viel zitierten Nachhaltigkeit“, fügt Bodenwerders Bürgermeister hinzu.

Gründe für das Flurbereinigungsverfahren im Bereich der Rühler Schweiz habe es reichlich gegeben. Da seien einmal die topografischen Gegebenheiten, also die hügelige Gegend, die schon in früheren Zeiten sehr kleinteilige Flächen zur Bewirtschaftung zur Folge gehabt habe.

Auf den Abschluss eines erfolgreichen Flurbereinigungsverfahrens stoßen die Teilnehmer nach der Enthüllung des Erinnerungssteins am Weserradweg an. Im Vordergrund eine von der Teilnehmergemeinschaft dort aufgestellte Sitzgruppe. Sie soll Passanten künftig zu einer Ruhepause am Erinnerungsstein einladen. foto: br

Hinzu gekommen seien in jüngerer Zeit die Ausweisungen als Natur- und/oder Vogelschutzgebiete sowie als Flächen nach den FFH-Richtlinien, also als Fauna-Flora Habitate, die zu weiteren Einschränkungen und Erschwernissen bei der Bewirtschaftung geführt hatten. „Sicher“, räumt Schmidt in diesem Zusammenhang ein, „die Bauern beziehungsweise Landwirte haben dafür Ausgleichszahlungen erhalten, aber letztlich befriedigend war das für sie nicht“.

Nicht zuletzt deshalb habe es, „zugegebenermaßen nach einigen anfänglichen Vorbehalten“, eine breite Zustimmung zur Flurbereinigung gegeben, denn deren vorrangiges Ziel sei schließlich gewesen, im Rahmen eines ausgleichenden Tauschverfahrens größere Ackerflächen zu schaffen. Darüber hinaus seien auch sämtliche Wirtschaftswege nicht nur repariert, sondern auch verbreitert sowie, mittels entsprechender Packlagen, zum Befahren mit modernem und entsprechend schwerem landwirtschaftlichem Gerät hergerichtet worden.

An all das wurde gestern auch im Rahmen einer Feierstunde erinnert, die im Anschluss an die Einweihung des Gedenksteins im Rühler Sportheim stattfand. Dabei wurde auch eine Reihe von Zahlen und Fakten erwähnt. So hatte das Verfahren insgesamt 153 Beteiligte, die Gesamtfläche der Flurbereinigung beträgt 705 Hektar. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro, von denen eine Million Euro auf den Wegebau und 300 000 Euro auf die Vermessungen entfallen. 19 Prozent der Kosten mussten die Landeigentümer aufbringen, der Rest ist aus Zuschüssen von Land, Bund und Europäischer Union finanziert worden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?