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Noah Acha an Krebserkrankung gestorben / Eltern bedanken sich für Anteilnahme

Er wollte stets Freude bereiten

BODENWERDER. Die Geschichte des elfjährigen Noah aus Bodenwerder hat nicht nur rund um die Münchhausenstadt, sondern auch weit darüber hinaus die Menschen bewegt und mit ihm und seiner Familie mitfühlen lassen. Vor gut einem Jahr wurde bei dem Jungen Krebs diagnostiziert – ein sogenanntes Nut-Karzinom. Das ist eine Form des Krebses im Rachen/Kehlkopfbereich, die nur sehr selten vorkommt. Bei Noah trat es in den Nasennebenhöhlen auf. Nur etwa ein Mal pro Jahr wird dieses Karzinom diagnostiziert. Noahs Ärzte gaben dem Jungen schon bald keine Chance mehr und setzen seine Therapie vor einigen Monaten aus. Am 7. Mai starb Noah Anthony Ikenna Acha.

veröffentlicht am 30.05.2018 um 14:37 Uhr
aktualisiert am 30.05.2018 um 18:50 Uhr

Im Alter von elf Jahren ist Noah Acha an einer seltenen Form des Krebses gestorben. An seinem Schicksal haben viele Menschen Anteil genommen. Foto: pr
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Der Junge mit nigerianischen Wurzeln liebte das Fußballspielen. Über den Sportverein wurde Noahs Schicksal bekannt. Viele Menschen bekundeten ihre Anteilnahme und wollten helfen, indem sie verschiedenen Spendenaufrufen für den Jungen nachkamen. Das Geld, was dabei zusammen gekommen ist, nutzte die Familie, um damit alternative Therapien zu probieren, nachdem die krankenkassengestützte Behandlung versagte. Noahs Eltern griffen nach jedem Strohhalm, den sie finden konnten, um ihrem Jungen doch noch zu helfen. Sie lasen sich tief in die Thematik ein und kontaktierten sogar Ärzte auf der ganzen Welt.

Für die große Anteilnahme an dem Schicksal von Noah wollen die Achas sich bei allen bedanken. „Wir sind so dankbar und konnten das Geld gut gebrauchen, um damit alternative Therapien auszuprobieren. Das hat uns schon sehr geholfen“, sagen seine Eltern.

Was heute noch von den Spenden übrig ist, will die Familie bei ihrem nächsten Besuch mit nach Nigeria nehmen. Vor seinem Tod war Noah zwar nicht mehr dort, doch er sei stets gern nach Nigeria gereist, um seine Verwandten zu besuchen, berichten seine Eltern. Immer dabei hatte die Familie zusätzliches Gepäck mit Kleidung und Spielzeugen, welche Noah aussortiert hatte. Damit wollte er den Kindern in Nigeria eine Freude machen. „Noah war schon immer sehr sozial“, erzählt seine Mutter. Das Geld wollen die Achas in Nigeria an Kinderheime und Krankenhäuser verteilen – „so hätte es Noah gewollt.“

Noahs Eltern bedanken sich bei allen, die Anteil genommen haben, doch jetzt will sich die Familie zunächst zurückziehen und zur Ruhe kommen.



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