weather-image
Neuer Eigentümer der VEV-Eisenbahntrasse will Einwohner nicht belasten

Entwarnung für Grohnde

Grohnde. Die neuen Eigentümer der alten VEV-Eisenbahntrasse von Kemnade bis Emmerthal wollen den derzeit still liegenden Verladebahnhof in Grohnde erhalten und für den künftig geplanten Schienenverkehr mit Massengütern instandsetzen. Dabei versprechen sie, Staub- oder Lärmemmissionen gering zu halten.

veröffentlicht am 08.02.2016 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:37 Uhr

270_008_7829063_lkae102_Grohnde_Dana_0402.jpg
Joachim Zieseniß

Autor

Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Grohnde. Von der Geschäftsführung der neuen Eigentümerin der alten VEV-Eisenbahntrasse von Kemnade bis Emmerthal, der WRM-Reese Unternehmensgruppe, liegt derzeit eine eindeutige Absichtserklärung vor, was den derzeit still liegenden Verladebahnhof in Grohnde angeht: Der Bahnhof, der zuletzt nur noch jahrelang als Abstellgleis von der Hamelner Waggonbaufirma Kamiski befahren wurde und zuletzt ungenutzt war, soll erhalten und für den künftig geplanten Schienenverkehr mit Massengütern instand gesetzt werden. „Wir machen dort aber nichts, was die Grohnder Bürger mit Staub- oder Lärmemmissionen belasten wird“, verspricht Jörg-Peter Kölling, Geschäftsführer der WRM-Reese-Unternehmensgruppe mit Sitz in Rinteln.

Denn erst Ende 2012 war ein Aufschrei durch Grohnde gegangen, als Pläne des Kieswerkes Ernst Müller GmbH & Co. KG laut wurden, das Unternehmen plane, die Verladestation an der Bahnstrecke als Umladestation von jährlich 2400 Lkw-Kiesfrachten auf die Schiene zu nutzen. Grohnde wäre dann dann zur Umschlagstation von 60 000 Tonnen Kies von der Straße auf die Schiene geworden. Heftige Proteste aus der Grohnder Bevölkerung wurden damals laut: Neben Lkw-Abgasen befürchtete man Staub und Lärm aus den Schüttvorgängen. Politik und Einwohner liefen Sturm gegen das mögliche Vorhaben.

Der jetzige Besitzer der privaten Bahnstrecke, der die gesamte Trasse renovieren und möglicherweise schon Ende 2017 für regelmäßige Kieszüge von seinem Kieswerk Lammert+Reese in Kemnade bis zum Gleisanschluss in Emmerthal nutzen will, hat aber nun vor, den Verladebahnhof nur für Waggon-Kopplungen zu nutzen.

Wegen des Gewichts können die tonnenschweren Kieswaggons auf der leichten Steigungsstrecke von Kemnade bis Grohnde nämlich nur in zwei Abteilungen bis Grohnde gezogen werden. Dort wird der Zug in Richtung Norddeutschland dann wieder zusammen gekoppelt. Kölling: „Eine befürchtete Kies-Umschlagstation werden wir daher dort nicht bauen.“ Möglich könnte dort jedoch die Verladung von Holztransporten auf die Schiene werden, schränkt der Geschäftsführer ein.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt