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Kantoreikonzert in der Klosterkirche

Engel, Hirten und Herodes ertönen einfach sagenhaft

Kemnade. 16 Jahre sind vergangen, als zum ersten Mal unter der Leitung von Kreiskantorin Christiane Klein ein entsprechendes Kantoreikonzert aufgeführt wurde.

veröffentlicht am 07.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Christina Bögel
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Nach einer aufwendigen Organisation und zahlreichen Proben wurde die Klosterkirche nun bereits zum zweiten Mal nach so vielen Jahren mit besinnlicher Vokal- und Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts erfüllt.

Am 2. Adventssonntag erwartete das zahlreich erschienene Publikum ein sehr vielfarbig instrumentiertes Konzert mit Adventsmotetten und Concerti von Michael Altenburg, Dieterich Buxtehude, Andreas Hammerschmidt, Johann Schein und Heinrich Schütz, dem bedeutendsten deutschen Komponisten des Frühbarock.

Im ersten Teil des Programms fesselte der abwechslungsreiche „musikalische Adventskranz“ die Zuhörer mit besonders dramatischen und eindruckvollen Bildern versehenen Bibeltexten, zum Beispiel das „Hosianna“, „Tröste mein Volk“ und „Übers Gebirg Maria ging“.

Der besondere Glanzpunkt des Konzerts war jedoch die „Weihnachtshistorie“, die von Heinrich Schütz als erstes Weihnachtsoratorium der Musikgeschichte 1664 komponiert wurde und nun von den renommierten Vokalisten Elisa Rabanus (Sopran, Düsseldorf), Wolfgang Klose (Tenor I, Düsseldorf), Bernd Arnke (Tenor II, Latferde), Hendrik Rau (Tenor III, Bisperode), Lorenz Heimbrecht (Bass I, Holzminden), Christof Pannes (Bass II, Peine) sowie der Kantorei und Jugendkantorei Bodenwerder und des Barock-Consort St. Marien mit historischen Instrumenten aufgeführt wurde.

In der besonderen Atmosphäre der über 1000 Jahre alten Klosterkirche ertönten Orgelpositiv, Dulzian, Violone, Zinken, Barockposaunen, Blockflöten, Barockviolinen und -violen und Bratschen besonders eindrucksvoll und charakterisierten die Engel, Hirten, König Herodes und die Weisen aus dem Morgenland aus der Weihnachtshistorie umso sagenhafter, zumal diese wegen des erheblichen Aufwands nur selten musiziert wird.

„Allein für die Darstellung der Männergestalten benötigt man vier Bass-Solisten und drei Tenöre, und die Partie des Herodes wird mit zwei virtuosen Zinken begleitet, für die wir François Petitlaurent und Juan Ullibarri als hochkarätige Spezialisten aus Berlin gewinnen konnten“, erzählt Kreiskantorin Christiane Klein lächelnd. „Die Musik von Heinrich Schütz ist etwas Besonderes, die gut zu unserer deutschen Sprache passt.“

Es sei eine Musik zum Konzentrieren. Und so war Klein sehr froh, „dass das Konzert so gut vom Publikum angenommen wurde“, sagt die Kreiskantorin im Anschluss an das gelungene Konzert sehr zufrieden.

Sagenhaft: das Kantoreikonzert in der mehr als 1000 Jahre alten Klosterkirche Kemnade.

Foto: bög



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