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SPD beantragt „geschlechter-gerechte“ Sprache

Einwohner und -Innen

HALLE. Die SPD-Fraktion im Haller Gemeinderat hat sich eine Änderung der Geschäftsordnung gewünscht. Unter anderem würde sie gern sehen, dass bei einer Sitzung der recht weit vorn stehende Tagesordnungspunkt „Einwohnerfragestunde“ nicht mehr so heißt, sondern „Fragestunde der Einwohnerinnen und Einwohner zu den Themen der Tagesordnung“. Das sei, wie die SPD in ihrem Antrag begründet, „geschlechter-gerechter“.

veröffentlicht am 27.09.2017 um 18:02 Uhr
aktualisiert am 27.09.2017 um 19:00 Uhr

Für mehr Geschlechter-Gerechtigkeit möchte die SPD im Haller Gemeinderat entsprechende Formulierungen nutzen. Foto: ms
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Damit würden nämlich Männer und Frauen gleichermaßen angesprochen und zudem dem Artikel 3 des Grundgesetzes (Männer und Frauen sind gleichberechtigt, Anm. d. Red) Rechnung getragen. Diesem Wunsch der SPD kamen die anderen Ratsmitglieder nach.

Ein weiterer Wunsch der SPD, der Konsens fand, bezieht sich auf eine feste Verankerung der „Fragestunde der Einwohnerinnen und Einwohner zu sonstigen Themen“ gegen Ende einer Sitzung. Von der SPD-Fraktion heißt es dazu: „Die Fragestunde vor Schließung der Sitzung ermöglicht Fragen zu anderen Themen. Diese Fragen finden damit Eingang in das Protokoll der Sitzung, damit wird den Anliegen der Einwohner*innen die angemessene Beachtung geschenkt.“

Zu der Fragestunde der Einwohnerinnen und Einwohner hatte die SPD gleich noch ein Anliegen: Neben der geschlechter-gerechten Formulierung (statt Einwohnerfragestunde) sollte in der Geschäftsordnung der Zusatz gestrichen werden, dass diese eine Zeit von fünf Minuten nicht überschreiten soll. „Die Erfahrung aus der Vergangenheit hat gezeigt, dass von den Fragestunden nur geringer Gebrauch gemacht wird, daher kann von einer zeitlichen Befristung abgesehen werden“, schrieb die SPD. Weiter heißt es im Antrag der Sozialdemokraten: „Wenn der Bedarf der Einwohnerinnen und Einwohner hoch ist, sollte auch allen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Fragen zu stellen. Der Bürgermeister leitet die Fragestunde und kann den Tagesordnungspunkt jederzeit schließen, wenn die Zeit über Gebühr in Anspruch genommen werden sollte.“

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