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Eine Woche Fasten: Klappt das auch im Alltag?

Von Caroline Düvel

 

Bodenwerder. Letzte Woche hörte man noch aus den Mündern zahlreicher Karnevalsbegeisterter: „Am Aschermittwoch ist alles vorbei.“ Vorbei ist seitdem tatsächlich die Faschingssaison, jedoch ist der Aschermittwoch auch gleichzeitig der Tag eines neuen Anfangs. Es ist der offizielle Beginn der Fastenzeit, die 40 Tage lang bis Ostern dauert. Jetzt, wo der Schnee zu schmelzen beginnt und die Tage wieder länger werden, erwachen nicht nur Flora und Fauna langsam wieder aus ihrem Winterschlaf, sondern auch wir Menschen werden aktiver, fühlen neue Lebensgeister in uns geweckt. Ein guter Zeitpunkt also, um die Wintermüdigkeit über Bord zu werfen und sich gezielt einmal um sich selbst zu kümmern, Körper und Geist aufzuräumen, zu entschlacken und Gewohnheiten zu verändern, um wieder richtig in Schwung zu kommen. Darum geht es beim Fasten: um das Freisetzen neuer geistiger und körperlicher Kräfte und Energien. Dies geschieht als körperliche und seelische Reinigung durch Enthaltsamkeit und Besinnung auf das Wesentlichste. Man braucht Verzicht, um mal wieder ein ‚Mehr‘ im ‚Weniger‘ zu entdecken. Genau so ein Fasten, das gezielt der Entschlackung, Entgiftung und Regeneration des Körpers in Verbindung mit dem Geiste dient, nehme ich nun in dieser Woche selbst in Angriff.

veröffentlicht am 21.02.2010 um 15:51 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:41 Uhr

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Von Caroline Düvel

 

Bodenwerder. Letzte Woche hörte man noch aus den Mündern zahlreicher Karnevalsbegeisterter: „Am Aschermittwoch ist alles vorbei.“ Vorbei ist seitdem tatsächlich die Faschingssaison, jedoch ist der Aschermittwoch auch gleichzeitig der Tag eines neuen Anfangs. Es ist der offizielle Beginn der Fastenzeit, die 40 Tage lang bis Ostern dauert. Jetzt, wo der Schnee zu schmelzen beginnt und die Tage wieder länger werden, erwachen nicht nur Flora und Fauna langsam wieder aus ihrem Winterschlaf, sondern auch wir Menschen werden aktiver, fühlen neue Lebensgeister in uns geweckt. Ein guter Zeitpunkt also, um die Wintermüdigkeit über Bord zu werfen und sich gezielt einmal um sich selbst zu kümmern, Körper und Geist aufzuräumen, zu entschlacken und Gewohnheiten zu verändern, um wieder richtig in Schwung zu kommen. Darum geht es beim Fasten: um das Freisetzen neuer geistiger und körperlicher Kräfte und Energien. Dies geschieht als körperliche und seelische Reinigung durch Enthaltsamkeit und Besinnung auf das Wesentlichste. Man braucht Verzicht, um mal wieder ein ‚Mehr‘ im ‚Weniger‘ zu entdecken. Genau so ein Fasten, das gezielt der Entschlackung, Entgiftung und Regeneration des Körpers in Verbindung mit dem Geiste dient, nehme ich nun in dieser Woche selbst in Angriff. Gemeinsam mit der Heil-praktikerin Annette Diekmann aus Heyen startet mein Selbstversuch ‚Fasten im Alltag‘. Eine Woche lang wollen wir ganz auf das gewohnte Essen und feste Nahrung verzichten. Ein erhoffter Nebeneffekt soll natürlich auch das Verlieren von überflüssigen Pfunden sein, die seit Weihnachten auf der Hüfte sitzen. Dabei befinden wir uns in guter Gesellschaft: Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Forsa ergab, dass sich jeder fünfte Deutsche an Fastenaktionen beteiligt und bis Ostern auf bestimmte Nahrungs- und Genussmittel verzichtet. Fasten ist allerdings nicht allein eine Modeerscheinung der vergangenen Jahre, um zum Beispiel mit der Entsagung von Fleisch, Süßigkeiten, Kaffee oder Alkohol wenigstens eine kurze Zeit lang dem Leben in der heutigen Überflussgesellschaft Einhalt zu gebieten. Einfach mal den Alltag und die eigenen Gewohnheiten zu entschleunigen. Nein, die Fastenzeit ist seit Jahrtausenden auf unterschiedliche Weise in der Religion verankert. Für Moslems ist zum Beispiel ihr Fastenmonat Ramadan eine Fastentradition und im Christentum gibt es gleich zwei Fastenzeiten. Nicht nur die 40 Tage von Aschermittwoch bis Ostern – in der evangelischen Kirche als Passionszeit und von den Katholiken als österliche Buße bezeichnet –, sondern genau genommen ist auch die Adventszeit vor Weihnachten eine Fastenzeit, die im Alltag allerdings kaum als solche wahrgenommen wird. In Anlehnung an die Fastenmethode nach Buchinger wollen Annette Diekmann und ich uns nun ausschließlich von Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäften, Tee und Wasser ernähren. „Um in der Nahrungsaufnahme aber nicht gleich von 100 zurück auf 0 zu fahren, geht dem eigentlichen Fasten ein sogenannter ‚Entlastungstag‘ voraus, an dem nur ein eingeschränktes Essen, vorzugsweise von Reis, Obst und Rohkost, im Mittelpunkt steht“, erklärt die Heilpraktikerin. Erst am Ende der Woche erfolgt das sogenannte Fastenbrechen, an dem wir als erste Nahrung einen Apfel zu uns nehmen dürfen. Die Herausforderung bei all dem: Den Alltag trotzdem zu meistern. Annette Diekmann (51), Bauersfrau, Mutter von vier Kindern und selbstständige Heilpraktikerin, muss auch in dieser Fastenwoche für ihre Großfamilie kochen und sich in ihrer Praxis um Patienten kümmern. Ich (30), werde als Mitarbeiterin der Dewezet auch unterwegs sein, berufliche Termine wahrnehmen und Artikel schreiben. Fasten im Alltag – Wie lässt sich das vereinbaren? Was für eine körperliche Erfahrung ist das? Wo liegen die Probleme? Werde ich viel Hunger haben oder Schwierigkeiten mit dem Kreislauf? Gibt es Fastenkrisen – oder sogar Hochphasen? Unsere Fastenerfahrungen, die wir in der Woche machen, erfahren Sie hier…



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