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Was Heyen plant und sich davon erhofft

Ein Park für mehrere Generationen

Heyen. Idee und Konzeption stammen aus dem Jahr 2009, aber erst jetzt scheint die Zeit reif für die Neugestaltung: Auf dem idyllischen, aber leicht vernachlässigten 3650 Quadratmeter großen Areal hinter dem Dorfgemeinschaftshaus soll ein Mehrgenerationen-Park entstehen.

veröffentlicht am 07.03.2016 um 17:40 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

Sabine Weiße.
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Günstig zudem: Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 78 000 Euro ist 2015 in das Bund-Länder-Programm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ aufgenommen worden. Die Gemeinde Heyen kann also damit rechnen, dass bis 2019 zwei Drittel der Kosten als Zuschüsse fließen werden.

Bürgermeister sieht „Leuchtturm-Charakter“

In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat einstimmig, das Projekt vorzufinanzieren. Ausschlaggebend für diesen Beschluss war die Aussage von Brigitte Vorwerk, Vertreterin der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK), die auf Einladung des Rates das recht komplizierte Bewilligungsprozedere erläuterte. „Mit der Aufnahme des Projektes in das Förderprogramm handelt es sich um eine Durchführungsmaßnahme. Sie können darauf vertrauen, dass dann sämtliche Projektabschnitte als förderfähig bewertet werden.“ Zumal das Heyener Projekt „große Akzeptanz im Sozialministerium“ genieße.

Bürgermeister Michael Zieseniß sprach von einem „Highlight-Projekt“ im Netzwerk Bodenwerder-Polle, verwies auf den Aspekt des Generationen-Miteinanders und den Leuchtturm-Charakter: „In der Samtgemeinde ist ein solcher Mehrgenerationen-Park bislang einmalig und dürfte von daher auch Magnetwirkung für Bürgerinnen und Bürger aus anderen Ortschaften ausüben.“ Der Startschuss für die Umgestaltung soll noch in diesem Jahr fallen – mit Rücksicht auf bereits geplante Open-Air-Veranstaltungen auf dem Gelände nicht vor Mitte August.

Und was konkret soll auf dem Gelände hinter der ehemaligen Schule entstehen? Wie dem Entwurf des Freiraumplaners und -gestalters Thies Rose aus Bodenwerder zu entnehmen ist, bleiben Park-Charakter und alter Baumbestand weitgehend unangetastet, ebenso der vorhandene Spielbereich für die Kleinsten der U3-Betreuung.

An einigen Stellen schlägt der Planer die Neuanpflanzung von Bäumen und Büschen vor. Leicht geschwungene, befestigte Wege verbinden mehrere naturnah gestaltete Spiel- und Sitzbereiche. Der Weg führt direkt durch den von einer Hainbuchenhecke eingefassten Bewegungsbereich. Hier sollen einige witterungsbeständige Fitnessgeräte Bewegungsanreize für Jugendliche, Erwachsene und mobile Senioren setzen. Sitz- und Ausruhgelegenheiten befinden sich gleich nebenan. Mittig ist eine etwa 15 mal 25 Meter große Freifläche geplant – dort lässt sich ein Festzelt aufbauen. Auch für eine Boule-Bahn und ein Minispielfeld ist Platz.

Der hintere Bereich knüpft an die frühere Verwendung als Abenteuerspielplatz an. In diesem bergig gestalteten Abschnitt kann sich Planer Thies Rose die Anlage einer Mini-Downhill-Strecke vorstellen. Eine Kletterwand, Spieltürme, eine Hängebrücke und ein Weidentipi mit Holzeinfassung für Kinder und Jugendliche sollen für einen attraktiven Platz zum Toben und Spielen sorgen. Hüpfplatten und Treibhölzer zum Balancieren komplettieren das Angebot. Über die Treppe gleich hinter dem Dorfgemeinschaftshaus und über zwei barrierefreie Zuwegungen – eine davon vom Tannenweg aus – lässt sich das Areal erreichen.

Mit dem 2011 gestarteten Programm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ wollen Bund und Länder erstmals zielgerichtet dem ländlichen Raum helfen, den Auswirkungen des demografischen Wandels zu begegnen. Insbesondere Kommunen in dünn besiedelten, ländlichen und von Abwanderung sowie vom demografischen Wandel betroffenen Regionen sollen unterstützt werden.

Die Schwerpunkte liegen auf überörtlicher Abstimmung und der interkommunalen Zusammenarbeit. Im „Netzwerk Bodenwerder-Polle“ stehen für sieben, im Jahr 2015 ins Programm aufgenommene Einzelprojekte insgesamt 185 000 Euro an Fördergeldern von Bund und Land bereit, unter anderem für die Sanierung der Mehrzweckhalle Dohnsen, eine Nutzungsänderung des Spielkreises Grave und die Nachnutzung der ehemaligen Grundschule in Heinsen.



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