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Der pausbäckige Hephaistos-Kopf ziert die alte Brennerei

Ein Gott, der über das Feuer wacht

BODENWERDER. In unserer Reihe „Hingeguckt“ richten wir in loser Folge den Blick auf Details im Stadtbild von Bodenwerder. Dieses Mal geht es um die alte Brennerei.

veröffentlicht am 11.01.2019 um 16:56 Uhr
aktualisiert am 11.01.2019 um 20:30 Uhr

Hephaistos-Kopf ziert die alte Brennerei. Foto: kb
Beißner

Autor

Karin Beißner Reporterin
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Auf dem Gutshofgelände an der ehemaligen Brennerei blickt eine pausbäckige Kopfskulptur mit hängenden Mundwinkeln auf die Besucher herab. In früheren Zeiten war auf einer Holztafel darunter zu lesen, um wen es sich handelt, um Hephaistos. In der griechischen Mythologie ist er der Gott des Feuers und der Schmiedekünste, bei den Römern heißt er Vulcanus. Welche Bedeutung hat er und warum hängt er gerade dort? Die drei großen Feuersbrünste, die die Stadt 1349, 1397 und 1555 heimsuchten und sie fast vollständig vernichteten, haben sicher nichts mit Hephaistos' Existenz zu tun. An diese traurigen Begebenheiten wurde sicher nicht mit dem Denkmal des Feuergottes erinnert. Die Lösung findet sich in der Linser Chronik, die Helga Görsmann verfasst hat.

1850 ließ sich die Ither-Eisenhütte auf dem Grundstück des ehemaligen Salzhofes auf der Thran in Linse nieder, um dort mit Hilfe des Feuers Eisen zu schmelzen und weiterzuverarbeiten. Der Betrieb hat dort aber nicht lange bestanden, nach nur fünf Jahren musste die Eisenhütte wegen mangelhafter Fabrikate ihre Produktion einstellen. Von den Fabrikgebäuden blieb eine Lagerhalle übrig, die später zu einem Mehrfamilienhaus umgebaut wurde. Und dort an der westlichen Giebelwand befand sich der Kopf des Hephaistos. Da er zu dem Gebäude aber keinen Bezug mehr hatte, fand die Skulptur dann einen passenderen Platz an der Wand der ehemaligen Brennerei über dem Eingang des Heimatmuseums, das dort damals untergebracht war.

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