weather-image
12°

„Paul Simpson Project“ kommt an

Ein Abend für die Liebe in der Hehlener Kirche

HEHLEN. Eine schöne, leicht dunkle Bluesstimme und ein Gitarrist, der sein Instrument hervorragend spielt – das „Paul Simpson Project“ ist ein Duo, das sein Publikum rundum begeistern kann. So war es jedenfalls am Samstagabend, als Jennifer Simpson und Bernd Paul in der vollen Hehlener Immanuel-Kirche spielten.

veröffentlicht am 11.11.2018 um 13:35 Uhr
aktualisiert am 12.11.2018 um 11:50 Uhr

Jennifer Simpson und Bernd Paul sind als „Paul Simpson Project“ ein eingespieltes Duo. Foto: BR
Avatar2

Autor

Burkhard Reimer Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Gemeinsam führten sie ihr Auditorium durch ein Programm, das vornehmlich aus bekannten Titeln der 60er- und 70er-Jahre bestand, aber im zweiten Teil auch einige Kompositionen und Texte der beiden Künstler enthielt. Dabei waren die adaptierten Titel, wie beispielsweise „The Power of Love“ der Band „Frankie Goes To Hollywood“ nicht etwa schlicht nachgesungene Coverversionen. Vielmehr verstanden Sängerin und Gitarrist es, dem Lied ihren ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Zudem nutzte Jennifer Simpson gleich diesen Auftaktsong dazu, die volle Ausdruckskraft und Bandbreite ihrer Stimme vorzustellen, während Bernd Paul sich zunächst in vornehmer Zurückhaltung übte und darauf beschränkte, seiner Gitarre die begleitenden Akkorde zu entlocken.

Dass er auf seinen sechs Saiten weit Anspruchsvolleres hervorbringen kann, sollte das Publikum im Laufe des Abends aber noch mehrfach zu hören bekommen. Und so, wie Jennifer Simpson sich nicht allein auf den Gesang konzentrierte, sondern ihn auch selbst rhythmisch auf diversen Schlaginstrumenten unterstrich, stellte Bernd Paul hier und da sein Können als einfühlsamer Backgroundsänger unter Beweis.

Thematisch stand der Abend unter dem Leitwort „Liebe“. Das betraf dann zum Beispiel die Versionen von „Eleanor Rigby“ von den Beatles ebenso wie „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel. Und als die Sängerin „Lady in Black“ von Uriah Heep mit dumpfen Paukenschlägen begleitet, ist das fast so etwas wie ein Vorgeschmack auf das vorletzte Lied vor der Pause. Denn da zeigt sie in „Zombie“ von The Cranberries, was sie stimmlich zu bieten hat, und das ist einfach überragend. Da wird die herzzerreißende Klage der Mutter über ihr verlorenes Kind geradezu körperlich.

Im zweiten Teil des Konzerts stieß Sofie Thomas, die Hehlener Gewinnerin von „The Voice Kids 2017“, dazu. Foto: BR

Im zweiten Teil hält dann zunächst Sofie Thomas, die Hehlener Gewinnerin von „The Voice Kids 2017“, das Mikrofon in der Hand. Sie muss allerdings auf ein Playback zurückgreifen, denn ihr ebenfalls preisgekrönter Bruder David, der sie eigentlich auf der Orgel begleiten sollte, hat es nicht geschafft, rechtzeitig aus Hannover in die Immanuel-Kirche zu kommen. Unter anderem mit dem in der Version von Leonard Cohen weltberühmt gewordenen „Hallelujah“ stellt sie wiederum ihr gesangliches Können unter Beweis, das geradezu phänomenal ist, wobei ihre Darbietungsweise, insbesondere ihre Tremoli, allerdings ruhig etwas zurückhaltender sein dürften.

Am Ende kann bei einer rockig-swingenden Version von „Amazing Grace“ David Thomas doch noch die Kirchenorgel erklingen lassen, und auch bei der gemeinsamen Zugabe von Jennifer Simpson, Sofie Thomas und Bernd Paul, es ist erneut die „Lady in Black“, ist der junge Organist mir von der Partie.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt