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Lienig: „Kein Entwurf ist bisher beschlossen“ – und das Fördergeld in der Samtgemeinde noch nicht aufgeteilt

Drei Konzepte für die Weserpromenade

Bodenwerder. 300 000 Euro erhält die Samtgemeinde aus dem Programm „Kleine Städte und Gemeinden“ (wir berichteten). Nach Wünschen des Samtgemeindebürgermeisters Joachim Lienig soll vor allem die Weserpromenade davon profitieren. 600 000 Euro an Gesamtkosten hatte die Samtgemeinde für die Weserpromenade veranschlagt. „Ausgegangen sind wir dabei von einer Zweidrittel-Förderung“, erklärt Lienig. Die Vision: 400 000 Euro kommen aus dem Fördertopf, 200 000 Euro steuert die Samtgemeinde bei.

veröffentlicht am 13.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

von Karen Klages
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Jetzt sind es nur 300 000 Euro, die der Samtgemeinde bisher zugesichert worden sind: Und die Entscheidung, in welches Projekt das Geld fließe, noch nicht gefallen, wie Lienig sagt. „Das müssen wir noch aufteilen.“ Der Samtgemeindeausschuss soll beschließen, welche Gemeinde wie viel von den 300 000 Euro erhält. In einer Bürgermeisterrunde soll dies vorher beraten werden. Lienig: „Ich könnte mir vorstellen, dass zwei Drittel des Geldes Bodenwerder erhält und ein Drittel Kirchbrak.“ Eine Neugestaltung der Weserpromenade „können wir mit dieser Summe nicht komplett finanzieren“, stellt der Samtgemeindebürgermeister aber schon mal klar. Es bleibe die Hoffnung, dass im nächsten Jahr noch eine weitere Fördersumme zur Verfügung stehe. „Es ist erster Schritt, mehr noch nicht.“ Lienigs Ideen, die Promenade aufzuhübschen, alte Kastanien zu fällen, die Toilette behindertengerecht auszustatten sowie bessere Voraussetzungen für Veranstaltungen mit neuer Beleuchtung und neuen Wegeführungen für Starkstrom, Wasser und Abwasser zu schaffen, ließen sich mit dem bisher zugesicherten Fördergeld noch nicht realisieren.

Für die Neugestaltung der Weserpromenade liegen drei Entwürfe vor – die allerdings nach unterschiedlichen Vorgaben entstanden sind. Im Jahr 2014 hatte das Hildesheimer Ingenieurbüro Treuberg & Hinst die Vorgabe, einen Entwurf zu fertigen: Die Weserpromenade sollte aufgehübscht werden, allerdings sollten die dafür anstehenden Kosten 500 000 Euro nicht überschreiten. „Diese Deckelung beruhte auf den damaligen finanziellen Möglichkeiten der Münchhausenstadt und beinhaltete bereits eine Zweidrittel-Förderung. Dieses alles wurde auch in der öffentlichen Präsentation so dargestellt“, erklärt Lienig. Einigen engagierten Bürgern sowie Ratsvertretern war der von Herrn Treuberg vorgestellte Entwurf aber zu wenig. So erarbeitete der Pegestorfer Architekt Detlef Meyer mit dem Arbeitskreis „Bodenwerder hat Zukunft“ einen weiteren Vorschlag: Bürger brachten sich ein; „ideenreich“ nennt der Stadtdirektor diesen Entwurf, dessen Kosten sich auf schätzungsweise 1,4 Millionen Euro belaufen. Als im Februar dieses Jahres dann das Städtebauliche Konzept des Planungsbüros Flaspöhler vorgestellt wurde, kamen neue Ideen für die Weserpromenade hinzu. Die Kritik: Von den Promenaden-Vorschlägen der Bürger-Arbeitskreise sei nichts übrig geblieben. Doch: „Kein Entwurf ist bisher beschlossen worden oder befindet sich in der Umsetzung“, kontert Lienig, der es toll findet, dass es nun drei verschiedene Vorschläge für die Neugestaltung der Weserpromenade gibt.

Ohne Förderung sei Bodenwerder nicht in der Lage, auch nur ansatzweise an der Weserpromenade zu investieren. „Wir machen nicht aus dem Bauch heraus etwas mit Tourismus“, sagt Lienig. Konzept und Finanzierung, die dahinterstehen, müssten schon stimmen.



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