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"Dre Name der Freiheit ist Verantwortung"

Bodenwerder (joa). Rund 300 Interessierte haben am Freitagabend im Gasthaus Mittendorf in Buchhagen den Publizisten, Reformer und bedeutenden Menschenrechtler Joachim Gauck zu erlebt. Er sprach auf Einladung der Bürgerstiftung Weserbergland, der Stiftung der Sparkasse Bodenwerder und der Dewezet kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit über „Freiheit – Verantwortung – Gemeinsinn“.

veröffentlicht am 30.09.2011 um 22:10 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:21 Uhr

Joachim Gauck
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Bodenwerder (joa). Rund 300 Interessierte haben am Freitagabend im Gasthaus Mittendorf in Buchhagen den Publizisten, Reformer und bedeutenden Menschenrechtler Joachim Gauck zu erlebt. Er sprach auf Einladung der Bürgerstiftung Weserbergland, der Stiftung der Sparkasse Bodenwerder und der Dewezet kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit über „Freiheit – Verantwortung – Gemeinsinn“. Bereits am 22. Juni des Vorjahres hatte der Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten eine Rede mit gleicher Thematik im Deutschen Theater gehalten. Der Theologe und ehemalige DDR-Bürgerrechtler hatte das schwere Thema diesmal volkstümlich-launig verpackt. Was seiner Botschaft, Freiheit und Demokratie sehr ernst zu nehmen, jedoch keinen Abbruch tat. Gauck beschrieb das DDR-System als ein Regime, in der das Volk in politischer Ohnmacht leben musste; und in der sich 90 Prozent der Bevölkerung in einer „Vernunft der Ohnmacht“ angepasst hat, um über die Runden zu kommen. Doch in ihrem Inneren habe das Bedürfnis nach Freiheit weitergelebt. Und dieses Bedürfnis habe sich schließlich 1989 in einer Schwächephase des Regimes in friedlicher Revolution Luft gemacht, erklärte der Referent. Dieser Prozess, der in dem Satz „Wir sind das Volk“ gipfelte, gehöre in das „kollektive deutsche Gedächtnis“, so Gauck. Denn dieser Satz, der aufrufe, die Angst zu besiegen und Mut zur Freiheit mache, sie heute richtungsweisend für die gesamte deutsche Gesellschaft. Denn allzu gern und allzu oft, so Gauck, flüchte sich die deutsche Gesellschaft in eine Angst vor dem Verlust scheinbarer Sicherheit durch eine festgezurrte äußere Ordnung. Doch hierauf hat Gauck eine Antwort: „Der Name der Freiheit ist Verantwortung.“ Will heißen: Unsere demokratische Gesellschaft brauche Menschen, die je nach ihren Möglichkeiten Verantwortung für den gemeinsamen Staat tragen, sich für eine Sache engagieren, die ihnen am Herzen liege.



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