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Dorfgemeinschaftshaus Rischenau wird teurer

Rischenau (jl). Die Endabrechnung für die bisher erledigten Umbau- und Sanierungsarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus Rischenau liegt zwar noch nicht offiziell vor. Aber schon jetzt ist klar: Der Innenausbau wird deutlich teurer als ursprünglich kalkuliert. War anfangs von 300 000 Euro die Rede, so spricht man mittlerweile hinter vorgehaltener Hand von an die 600 000 Euro.

veröffentlicht am 21.05.2009 um 19:25 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 10:21 Uhr

dgh
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Rischenau (jl). Die Endabrechnung für die bisher erledigten Umbau- und Sanierungsarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus Rischenau liegt zwar noch nicht offiziell vor. Aber schon jetzt ist klar: Der Innenausbau wird deutlich teurer als ursprünglich kalkuliert. War anfangs von 300 000 Euro die Rede, so spricht man mittlerweile hinter vorgehaltener Hand von an die 600 000 Euro.
 Die zu befürchtende Unterdeckung dürfte sich so mittlerweile auf bis zu 100 000 Euro summieren. Ein Betrag, den der Trägerverein „Dorfgemeinschaft“ in kurzer Zeit aus eigener Kraft kaum zusammenbringen dürfte, obwohl die „Rentnerband“ und engagierte Mitglieder aus den anderen Nutzer-Vereinen viele Arbeiten in Eigenleistung gestemmt haben.
 Susanne Müller, die sich im Verein um die Spenden kümmert, schätzt die Höhe des bisher im Ort gesammelten Geldes auf rund 55 000 Euro. Das sind immerhin etwa 10 000 Euro mehr als noch im vergangenen Oktober. Aber damals hatte Ortsbürgermeister Willi Müller den notwendigen Rischenauer Eigenanteil schon auf 180 000 Euro kalkuliert. Eine Summe, die – parallel zu den bisherigen Baukosten – noch angestiegen sein dürfte. Deshalb wäre der Trägerverein natürlich mehr als dankbar für weitere Spenden. Denn das Geld aus der bisher gut angelaufenen Vermietung der Räume geht für die Unterhaltung des Gebäudes drauf.
 „Es gibt natürlich die wildesten Gerüchte“, sagt Vereinsgeschäftsführer Uwe Tölke, möchte sich zum Thema Finanzen aber nicht äußern. „Wir wollen ein noch ausstehendes Gespräch mit der Stadtverwaltung abwarten“, sagt er. Denn die Stadt tritt in Rischenau als Bauherrin auf.
 Im Rathaus wird derweil offenbar überlegt, den städtischen Anteil inklusive Zuschuss der Europäischen Union auf 50 Prozent aufzustocken – so wie es die Kommune auch in Sabbenhausen und Niese getan hat. Das würde bedeuten, dass die Stadt noch einmal einige 10 000 Euro beisteuert. Blieben von den bisher aufgelaufenen 100 000 Euro Unterdeckung also noch etwa 70 000 als Rischenauer Eigenanteil. Bezuschusst werden allerdings immer nur die Netto-Kosten. Das heißt: Für die 19 Prozent Mehrwertsteuer, die dazugerechnet werden müssen, gibt es kein Geld von außerhalb.
 Eine Ursache für den Anstieg der Kosten lag in der maroden Bausubstanz, die beim Entkernen zutage trat und für gleich mehrere böse Überraschungen sorgte: Weil die „Alte Schule“, wie das vor 57 Jahren teils als Turnhalle gebaute Haus damals noch hieß, sonst in sich zusammengebrochen wäre, mussten Stahlträger eingezogen und eine Giebelwand stabilisiert werden – was die Bausumme prompt um gut 100 000 Euro erhöhte.



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