weather-image
13°
Freundeskreis vielfältig aktiv

Die fürsorglichen Freunde des Barons von Münchhausen

BODENWERDER. Der Freundeskreis Münchhausen kann eine positive Bilanz ziehen. Es ist nicht nur recht viel Geld in der Kasse, auch die Namensänderung – das Wort Gutshof wurde gestrichen – findet Anklang. Und es gab einige erfolgreiche Veranstaltungen rund um den Baron.

veröffentlicht am 26.02.2018 um 14:36 Uhr
aktualisiert am 26.02.2018 um 17:30 Uhr

Selbst in der Winterpause kamen 550 Gruppenmitglieder in das Münchhausen-Museum. Foto: Archiv
Avatar2

Autor

Julia Alin Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Die Richtung stimmt“ – mit diesen Worten fasste der Vorsitzende des Freundeskreises Münchhausen, Helmut Kühn, seinen Geschäftsbericht zusammen. Mehr als nur Kosmetik sei im letzten Jahr die Namensänderung des Vereins gewesen; der Begriff „Gutshof“ taucht nun nicht mehr auf. Die neue Bezeichnung ist aus Sicht des Vorstandes richtungsweisend. Denn der Freundeskreis will Ansprechpartner für alle Belange rund um die Person Münchhausen und seiner Heimatstadt Bodenwerder sein.

Dank Stiftungsgeldern steht der Verein auch finanziell nicht schlecht da. Das Guthaben in der Kasse des Freundeskreises Münchhausen hat sich mehr als verzehnfacht. Rund 50 300 Euro hatte der 2007 im Alter von 83 Jahren verstorbene Wahl-Bodenwerderaner Walter Menge dem Verein vermacht. Die Stiftung war zehn Jahre lang von der Stadtverwaltung verwahrt und nun dem Freundeskreis zur Verfügung gestellt worden. Auch wenn dieser die Spende nicht gleich ausgeben will, wird der Verein sicherlich eine fünfstellige Summe für die Feierlichkeiten anlässlich des 300. Geburtstags des Barons von Münchhausen – dem 11. Mai 2020 – in verschiedene Projekte investieren. Zu einem der Vorhaben würde das für dieses Jahr geplante Projekt „Restaurierung Münchhausen-Grotte“ zählen. Nach der bereits erfolgten Innenrestaurierung soll jetzt der Außenbereich dran sein.

133 Mitglieder zählt der Freundeskreis zurzeit. Museumsleiter und Stadtheimatpfleger Werner Koch und sein Team können auf die vielseitige Unterstützung des Freundeskreises zählen. In der vergangenen Saison besuchten 15 200 Menschen das Museum. Selbst in der Winterpause wurden 21 Gruppen mit insgesamt 550 Besuchern gezählt. Dazu zählten das Unteroffizierskorps der Patenkompanie sowie zwei Reisegruppen aus Moskau und St. Petersburg.

Eine Gedenktafel an der Gutshofmauer erinnert an den Spender Walter Menge. Foto: bor
  • Eine Gedenktafel an der Gutshofmauer erinnert an den Spender Walter Menge. Foto: bor

Ein Empfang, drei Sonderausstellungen, der Tag des offenen Denkmals und der Münchhausen-Abend seien abermals sehr erfolgreiche Veranstaltungen gewesen, berichtete Koch. Ab Samstag, 24. März, werde das Museum wieder 31 Wochen lang – also bis zum 31. Oktober – von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Highlights 2017 waren etwa die Comic-Autorenlesung mit Flix und Kissel, das Mittelalter-Lager am Rathaus und das Open-Air-Konzert der Gruppe Aroma. In diesem Jahr ist am Samstag, 16. Juni, eine Sondervorstellung der Münchhausenspielgruppe geplant, die sich dann auch im Beisein von Sponsoren auf die Übergabe einer neuen Mikrofon-Anlage freuen dürfte; die alte hatten die Schauspieler in den vergangenen Jahren immer wieder mit Ausfällen kämpfen lassen. „Keiner hätte vor über 30 Jahren gedacht, dass die Spielgruppe so lange bestehen wird“, sagte Joachim Merker auf der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises. Der Münchhausen-Darsteller weiß allerdings auch, dass die Personalsituation der Laienschauspieler bedenklich ist. Mit elf Schauspielern ist die Spielgruppe in vielen Rollen nur einfach besetzt, sodass jeder neue Interessent, der einmal in eine der Rollen schlüpfen möchte, sehr willkommen ist.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare