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Erfreuliche Finanzentwicklung im Flecken Ottenstein / Unerwartet hohes Gewerbesteuer-Aufkommen

Die Durststrecke schneller durchgestanden

Ottenstein (saw). Erfreuliche Finanzentwicklung im Flecken Ottenstein: Vor allem dank eines unerwartet hohen Gewerbesteuer-Aufkommens (rund 600 000 Euro mehr als im Vorjahr) kann das 2008er Defizit in Höhe von knapp 500000 Euro ausgeglichen werden. Mehr noch: 56 000 Euro fließen in die Rücklage, die damit auf 100 000 Euro anwächst. Zur Tilgung eines Restdarlehns werden rund 20000 Euro verwendet.

veröffentlicht am 25.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 00:41 Uhr

M. Weiner
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Bürgermeister Manfred Weiner zeigt sich während der Ratssitzung im Restaurant „Zur Burg“ erleichtert, „dass die Durststrecke schneller durchgestanden ist als erwartet“ und betonte: „Mit einem kontinuierlichen Aufbau unserer Rücklage müssen wir uns wappnen für ähnlich schwierige Situationen, die möglicherweise angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise noch auf uns zukommen.“

In Not geraten war die üblicherweise finanziell vergleichsweise gut aufgestellte Hochebenen-Gemeinde, weil im Jahr 2007 Steuerrückzahlungen in Höhe von 1,7 Millionen Euro zu leisten waren, die Gewerbesteuerumlage sowie die Umlagen an Kreis und Samtgemeinde sich zudem am Einnahme-Niveau der „guten Jahre“ ausrichteten.

Bei zwei Gegenstimmen nahm der Rat Ottenstein den Haushalt 2009 an, der bei den laufenden Kosten (Verwaltungsetat) ein ausgeglichenes Volumen von rund 1,79 Millionen Euro ausweist. Mit 152000 Euro fallen die investiven Maßnahmen (Vermögensetat) recht bescheiden aus. „Sparsamkeit ist das Gebot der Stunde“, kommentierte Manfred Weiner. So stammt das Geld für die beiden zentralen Projekte - der Einbau neuer Fenster im Kindergarten sowie die beabsichtige Anlage eines Kleinfeldplatzes an der Turnhalle nach DFB-Muster - aus den sogenannten Konjunkturpaketen. Für 2010 bis 2012 sind in der Investitionsplanung lediglich jeweils 1000 Euro jährlich ausgewiesen. „Zunächst muss sich die Finanzlage wieder verbessern“, so Weiner.

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An Steuereinnahmen und Zuweisungen erwartet der Flecken Ottenstein für das laufende Jahr rund 1,6 Millionen Euro, die Ausgaben in diesem Haushaltsabschnitt werden etwa 880000 Euro betragen. Wesentliche Ausgabe-Positionen des Gesamtetats sind die allgemeine Verwaltung (etwa 57000 Euro), der Bauhof (knapp 45000 Euro) sowie die Einrichtungen der Jugendhilfe: der Spielkreis Lichtenhagen (rund 27000 Euro), der Kindergarten Ottenstein (33000 Euro) sowie das Familienzentrum (15000 Euro).

„In die Betreuung unserer Kinder fließen gut 75 000 Euro an allgemeinen Steuermitteln“, so Weiner. Die in 2008 auf den Weg gebrachte Ganztagsbetreuung für die Kinder der Ottensteiner Hochebene werde „hervorragend angenommen“, sei eine „wichtige Maßnahme für die weitere Entwicklung der Hochebene“. Geplant sei, in Abstimmung mit der Kirchengemeinde auch die Betreuung der Kleinsten unter drei Jahren auszubauen. „Hier gibt es Anfragen selbst aus Hehlen, Hohe und Brökeln“, so der Bürgermeister.

Auch die Weiterentwicklung des Baugebietes „Hinter dem Hagen“ sehe der Gemeinderat als zukunftsweisenden Schritt, „selbst wenn es in diesem Punkt mit Bürgern und Eigentümern zu einigen Schwierigkeiten kommen wird“ (wir berichteten). Der Flecken sei stark daran interessiert, am Ortsrand kleinere Gewerbeflächen für eventuelle Bewerber vorhalten zu können.

Wie das Gemeindeoberhaupt bekannt gab, habe der Kreis Holzminden im vergangenen Jahr 1 015 Bürgerinnen und Bürger verloren - „diese Zahl entspricht einem Dorf wie Ottenstein“. Der Flecken verzeichnete in 2008 ein Minus von zehn Einwohnern.

Finanziert aus dem Konjunkturpaket: Torsten Berg (li.) und Thomas Hahlbrock von der Tischlerei Hahlbrock aus Pegestorf setzen am Kindergarten-Gebäude in Ottenstein Fenster und die Eingangstür in Dreifachverglasung ein. Foto: saw



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