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Ottenstein verzichtet auf Fördermittel für LED-Umrüstung der Straßenlaternen und setzt auf Ehrenamt

Deutlich preisgünstigere Alternative

Ottenstein. Es ist kein Geheimnis, dass kaum jemand Förderprogramme so effizient im Interesse „seiner“ Hochebene zu nutzen weiß wie Ottensteins Bürgermeister Weiner. Als „Blödsinn hoch drei“ allerdings bewertet er das „Förderprogramm Beleuchtung 2013“, aufgelegt vom Bundesministerium für Umwelt (BMU) – und verzichtet auf bereits bewillige Fördergelder in Höhe von 40 000 Euro für die LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Manfred Weiner: „Selbstverständlich unterstützt der Gemeinderat uneingeschränkt das Ziel, nämlich ein höheres Maß an Energieeffizienz.“ Die Förderkriterien allerdings entlocken dem Bürgermeister ein entrüstetes „Irrsinn!“.

veröffentlicht am 06.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

Sabine Weiße
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Denn laut Kalkulation eines im Auftrag der e.on Westfalen Weser AG tätigen Fachplaners soll die Umrüstung sämtlicher 190 Straßenleuchten in Ottenstein, Lichtenhagen und Glesse auf energieeffizientes LED (= engl. Light Emitting Diode) rund 200 000 Euro kosten – und schließt Austausch und Vernichtung sämtlicher Lampenköpfe mit ein. „Was für ein Irrsinn“, wiederholt Weiner kopfschüttelnd: Wurde doch die Anschaffung der Straßenlampen erst vor wenigen Jahren, nämlich in der Zeit von 1990 bis 2009, aus Mitteln der Dorferneuerung bezuschusst. „Die Lampen sind tipptopp in Ordnung.“

Den längst bewilligten Zuschuss in Höhe von rund 40 000 Euro lässt der Rat nun sausen und setzt auf eine deutlich preisgünstigere Alternative. Konkret: die Kombination aus Ehrenamt und einem heimischen Elektrofachbetrieb, der für die kompetente Ausführung verantwortlich zeichnet. Die nun als Reparatur deklarierte Maßnahme dürfte für den Bereich Ottenstein mit rund 25 000 Euro zu Buche schlagen – „überwiegend für Materialkosten und einige Arbeitsstunden des Elektromeisters aus Lichtenhagen“, wie Manfred Weiner ausführt.

Mit dem Austausch der Leuchtmittel in den 120 Straßenlampen des Fleckens haben August Siegmann, Lothar Lamla und Ernst Sage bereits vor Weihnachten begonnen. Wenn es in seinen Tagesplan passt, leistet auch Gemeindemitarbeiter Günter Düe Unterstützung. Die engagierte Herren-Riege freut sich über die Möglichkeit, Arbeitskraft und Fachwissen ehrenamtlich einbringen zu können – und kann sich zudem der wohlwollenden „Betreuung“ zahlreicher Ottensteiner sicher sein. „Hier ein Schnäpschen, dort ein Pott Kaffee oder ein Stück Kuchen: Wir werden sehr ordentlich versorgt“, schmunzeln die Senioren.

Auch für Lichtenhagen und Glesse ist die Umrüstung der Leuchtmittel auf LED für das Jahr 2014 vorgesehen. „Und auch hier werden wir kostenbewusst vorgehen“, gibt Weiner die Marschroute vor. Sind erst alle Straßenlaternen auf LED umgerüstet, wird sich der Stromverbrauch von derzeit 52 000 Kilowattstunden pro Jahr um durchschnittlich 82 Prozent auf etwa 9200 Einheiten reduzieren.

Laut Kalkulation des Planers lässt sich zudem die Kohlendioxid-Einsparung, berechnet über die Lebensdauer der Lampen, mit 505 Tonnen beziffern. Nicht berücksichtigt ist in dieser Aufstellung der eiserne Sparwille der Ottensteiner, die ihre „alten“ Lampenköpfe weiter nutzen, damit Ressourcen schonen und den Grad der Energieeffizenz weiter erhöhen dürften.

Lothar Lamla und August Sage rüsten eine Straßenlampe am Marktplatz auf LED-Leuchtmittel um. saw



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