weather-image
13°

Zu Gast bei den Proben vom „Gospelchor auf Zeit“ / Großer Auftritt am 8. März in Deensen

„Der Ton muss taufrisch sein wie von Bofrost“

Bodenwerder. Mit Sätzen wie „Der Ton muss taufrisch sein, wie von Bofrost“ oder „Bei dem Ausruf ,ahaha‘ denkt an den Zahnarzt“ animiert Christiane Klein die Sängerinnen und Sänger im Haus der Kirche, die an diesem Samstag zum Üben zusammengekommen sind. Rund 70 Teilnehmer hat der „Gospelchor auf Zeit“ für sein mittlerweile 15. Projekt wieder vereint. „40 bis 50 davon sind schon Stammsänger“, weiß Kreiskantorin und Leiterin dieses Projektes, Christiane Klein.

veröffentlicht am 25.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:21 Uhr

270_008_4067345_bowe105_26.jpg

Autor:

Edda Dreyer
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Super Stimmung –

und es macht Spaß“

Ganz viele sind von Anfang an oder aber vom zweiten Projekt an dabei. „Die Zeit, die wir investieren, ist absehbar“, erklärt beispielsweise Helga Niemeyer aus Vahlbruch den Vorteil dieses rund sechswöchigen Engagements. Die 64-Jährige ist seit dem zweiten Projekt dabei und hat für die insgesamt vier Übungsabende auch schon ihren Landfrauen-Abend sausen lassen und sich im Schneegestöber abends auf den Weg nach Bodenwerder gemacht. „Es ist eine super Stimmung, macht Spaß und man lernt immer wieder neue Leute kennen“, bringt es auch Sabine Brennecke aus Halle auf den Punkt. Die 46-Jährige ist seit Anfang an dabei und übt derzeit fleißig – wie alle anderen auch – an den Probeabenden, dem langen Samstag und dann auch noch per CD die Texte und richtigen Töne.

Die Übungs-CD hat Christiane Klein für jedes Projekt-Mitglied erstellt. Auch die jüngste Teilnehmerin fühlt sich in dieser Runde sehr wohl. Sandrine Grigoleit (12) ist zum dritten Mal dabei und kommt zusammen mit ihrer Mutter Viola aus Arholzen in die Münchhausenstadt.

Mit bewundernswerter Aufmerksamkeit lauschen alle Sänger diszipliniert auf die Vorgaben von Christiane Klein am Klavier. „Öffnet den Mund wie beim Gähnen und versucht, mit Euren Tönen die Kirchenkuppel zu erreichen“, richtet die 47-Jährige ihre Aufmerksamkeit den Sopranisten zu. Nach nur zwei Übungsabenden sitzen die Texte bei den meisten schon. Und im Sitzen wird im Haus der Kirche auch geübt.

2 Bilder
Geburtstagskind Ursula Haasper (Mitte) stößt mit Thea Becker (links) und Doris Kändler an und hat natürlich ein Ständchen von allen bekommen.

„Die Proben sind sehr anstrengend, und das kann nicht nur im Stehen durchgehalten werden“, erläutert die Kreiskantorin. Aber natürlich wird auch häufig aufgestanden, denn manche Stücke gehen so ins Blut, dass diese von den Sängerinnen und Sängern mit Bewegungen begleitet werden. „Spürt die Sonne Afrikas“ heißt es dann auch bei „Freedom is coming“ – wunderschön und mit Gänsehautfeeling. Bei dem mehrstimmigen „Joshua fit the battle of Jericho“ werden Sopran, Alt, Tenor und Bass intensiv gefordert. Fließen dann alle Töne stimmgewaltig zusammen, sieht man, dass einige Sängerinnen zur Konzentration die Augen schließen, andere sich auf einen Punkt fixieren.

Es ist sicher nicht einfach, immer und immer wieder einzelne Passagen zu wiederholen, und umso mehr gebührt dieser Gruppe und ihrer Leiterin Hochachtung für ihr Engagement in ihrer Freizeit. Für den langen Probensamstag hat jeder etwas zu essen mitgebracht, und so konnten sich alle an einem üppigen Bufett stärken, bevor es in den Nachmittag mit „leichteren“ Songs ging. „Die schwierigen Lieder werden vormittags geübt, denn irgendwann lässt auch die Konzentration nach“, so die erfahrene Projektleiterin. Für einen beschwingten Start in den Nachmittag sorgt dann Ursula Haasper aus Holzminden. Sie ist trotz ihres Geburtstages an diesem Tag dabei und hat für alle Sekt mitgebracht.

Neben Bodenwerder (rund 30 Teilnehmer) kommen die Mitglieder aus Holzminden, Bisperode, Bad Pyrmont, Aerzen, Deensen – also aus einem großen Umkreis von Bodenwerder. Am Samstag, 7. März, um 18 Uhr wird der „Gospelchor auf Zeit“ in der Nicolaikirche in Deensen auftreten, und am Sonntag, 8. März, um 18 Uhr in der Stadtkirche St. Nicolai in Bodenwerder.

Konzerte mit

moderner Musik

Christiane Klein freut sich, dass Michael Schütz die Konzerte zum wesentlichen Teil mitgestaltet. Der Pianist aus Tübingen bringt moderne Pianomusik der Bereiche Pop, Jazz, Latin mit und sorgt so für virtuose Chorbegleitung – Christiane Klein mutiert dann zur Dirigentin.

Christiane Klein (links) und die Sängerinnen und Sänger bei ihren Proben im Haus der Kirche.Fotos: dy

Krankheitsbedingt sind nur vier Bassstimmen am Samstag dabei (von rechts): Ingo Stapel (Pegestorf), Rainer Kemna (Heinsen), Jörg Hogenstein (Stadtoldendorf) und Eric Rein (Linse).



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt