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Testlauf des Teleskophubfahrzeugs der Feuerwehr Stadtoldendorf in Bodenwerder

„Der Schlüssel kann hier bleiben“

Bodenwerder. Thomas Steffe und Hans-Albert Lange waren sich einig. Am Ende der Testfahrt des Teleskophubfahrzeugs der Feuerwehr Stadtoldendorf in Bodenwerder wollten der stellvertretende Gemeindebrandmeister und der Verwaltungsmitarbeiter alles klar machen. Nachdem der Feuerwehrwagen im Gerätehaus geparkt wurde, wollte Steffe gleich die Schlüssel übernehmen und Lange das Tor zumachen. „Der Schlüssel kann hierbleiben“, sagte Steffe zu Stadtoldendorfs Ortsbrandmeister Jens Siebeneicher.

veröffentlicht am 22.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

Frank Müntefering
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Der humorige Abschluss der Testfahrt durch Bodenwerder machte deutlich, dass die Vorführung in der Münchhausenstadt einen sehr positiven Eindruck hinterlassen hat. Die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle will ein neues Feuerwehrfahrzeug anschaffen, hat dafür Mittel im Haushalt bereitgestellt. 550 000 Euro sind für eine Drehleiter oder ein Hubrettungsfahrzeug veranschlagt. Ob es eine Drehleiter oder ein Hubrettungsfahrzeug wird, sollte auch durch einen Testlauf entschieden werden. Deshalb hatte die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle die Feuerwehr der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf um Unterstützung gebeten. In Stadtoldendorf ist ein Hubrettungsfahrzeug seit knapp zwei Jahren im Einsatz.

Am Sonnabend wurde im Beisein des Samtgemeinebürgermeisters Joachim Lienig, des Arbeitskreises Brandschutzplanung, des Feuerschutzausschusses und Vertretern der Fraktionen im Samtgemeinderat, der Verwaltung sowie der Feuerwehrführung der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle der Testlauf durchgeführt. In der Homburgstraße, in der Großen Straße, an der Jugendherberge, am Pflegeheim am Hakenberg und am Finkenherd wurden Einsatzsituationen simuliert. Die Orte waren wegen der speziellen Einsatzbedingungen ausgesucht worden: enge Straßen, besonderer Untergrund, problematische Anfahrten oder Hanglage.

Besonders der flexible Einsatzbereich beeindruckte: In der Homburgstraße konnte das Fahrzeug trotz der Enge und parkender Autos einen sicheren Stand finden und mit der Rettungsbühne 13 Meter hinter das Haus schwenken und so mögliche Brandherde bekämpfen, die per Drehleiter so nicht zu erreichen wären. Die Größe des Fahrzeugs machte es zudem möglich, auch unübersichtliche und schwere Fahrtwege zu bewältigen. In der großen Straße nahmen Feuerwehrleute aus Bodenwerder-Polle den Platz in der Rettungsbühne ein und erlebten, wie man um die Ecke herum bei wenigen Metern Platz zwischen zwei Häusern einen Einsatzort erreichen kann.

„Das ist ein wichtiger Test“, sagte Samtgemeindebürgermeister Joachim Lienig. Auch er lobte die besonderen Fähigkeiten des Stadtoldendorfer Fahrzeugs. Man wäre bei diesem Thema aber auch schon weiter, ergänzte der Verwaltungschef, wenn notwendige Maßnahmen durch den Landkreis endlich durchgeführt würden. Zudem erwarte er vom Landkreis, dass man sich mit 200 000 Euro an der Finanzierung des Fahrzeugs für Bodenwerder-Polle beteilige.

Ursprünglich waren am Samstagvormittag noch Testfahrten in Polle und Hehlen geplant, auf die konnte jedoch wegen der gezeigten Leistungsbandbreite verzichtet werden. Bei einer Abschlussbesprechung im Feuerwehr-Gerätehaus führten die Stadtoldendorfer Feuerwehrleute anhand von 60 Bildern vor, welche Einsätze sie inzwischen mit dem Hubrettungsfahrzeug erledigen konnten. Die Bilanz bei den Vertretern von Politik, Verwaltung und Feuerwehr der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle war am Ende eindeutig: „Die sollen den Wagen gleich hierlassen“, sagte einer.

In der Homburgstraße zeigte das Teleskophubfahrzeug seine Einsatzfähigkeit auch in sehr beengten Verhältnissen.fhm



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