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Wie Bodenwerder attraktiver gemacht werden soll

Der Plan für die Altstadt

Bodenwerder. Das Planungskonzept für die Altstadt, das Bodenwerder zusammen mit dem Hessisch Oldendorfer Planungsbüro Flaspöhler erarbeitet, nimmt Formen an. So konnten die Planer jetzt bereits ein erstes Grundkonzept vorstellen, worauf in der alten Kernstadt planerisch ein besonderes Augenmerk zu legen sein wird.

veröffentlicht am 09.02.2016 um 17:19 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:37 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Dabei wurden Anregungen und Ideen von Bürgern, die anlässlich einer Informationsveranstaltung im vergangenen Sommer gesammelt worden waren, von den Stadtplanern in ihre ausgewählten Projektvorschläge eingearbeitet.

Grundgedanke der ersten städtebaulichen Entwürfe ist, dass man Bodenwerders Altstadt bei allen planerischen Überlegungen Promenade, Fußgängerzone und Hagen „als Einheit betrachten muss“, so Stadtplaner Peter Flaspöhler. Nur mit dieser Betrachtungsweise könne es gelingen, den historischen Kern der Münchhausenstadt zeitgemäß weiterzuentwickeln, damit Bodenwerder den Anforderungen als Grundzentrum von Stadt und Samtgemeinde sowie seiner Funktion als Erholungsort im Weserbergland mit einer attraktiven und lebendigen Innenstadt auch in Zukunft entsprechen könne.

Fünf Arbeitsaufträge hat das Planungsbüro jetzt in städtebaulichen Entwürfen aufgearbeitet. Zum Thema „Wohnen in der Altstadt“ hat man sich den südlichen Bereich der Homburgstraße mit seinen vielen Leerständen, kleinteiligen Grundstücken und schlechter Bausubstanz vorgenommen. Mit architektonischen Lösungsmöglichkeiten, die bis zu Abrissen reichen können, wollen die Fachleute hier mit Eigentümern und Bewohnern ins Gespräch kommen.

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  • Dem Edeka-Markt im Hagen wird städtebaulich besonderes Gewicht zugemessen. Foto: joa
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  • Der Parkbereich Richtung Hotel zum Anker soll ins Promenadenkonzept mit einbezogen werden. Foto: joa

Als weiteren Punkt haben sich die Planer mit dem Edeka-Markt im Hagen beschäftigt. Ihm messen sie ebenso wie die Bevölkerung eine enorme Bedeutung für die standortnahe Lebensmittelversorgung in der Altstadt bei. Dieser Standort sei daher unbedingt zu sichern, meinen Planungsbüro und Stadt. Letztere wäre sogar bereit, aus ihrem Besitz ein Erweiterungsgelände in südlicher Richtung für eine Vergrößerung der Marktfläche zur Verfügung zu stellen. Die künftige Neukonzeptionierung der Weserpromenade ist für Bodenwerder seit geraumer Zeit ein Dauerthema. Auch aus der Bevölkerung sind dazu schon eine ganze Reihe von Vorschlägen eingegangen, die die Promenade zur Event-Meile für den Tourismus ausgebaut haben wollen. Das Planungsbüro hat hier jedoch einen anderen Ansatz: Um der Münchhausenstadt das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“ zu sichern, sehen die Planer in der künftigen generalüberholten Promenade einen ruhigen Erholungs- und Rückzugsbereich für Besucher der Stadt – und das in einem Guss vom Hotel zum Anker bis zum künftigen Wohnmobilstellplatz weserabwärts. Besonderes Gewicht sei hierbei auf eine architektonisch markante Betonung der Verbindungsgassen zur Fußgängerzone zu legen, um Touristen so weiterzuleiten.

Soll die Fußgängerzone wieder für den Autoverkehr geöffnet werden? Zur Klärung dieser in Bodenwerder stark umstrittenen Frage wurde gesondert das Fachbüro Zacharias aus Hannover beauftragt, ein Gutachten zu erstellen. Die Expertise, die die gestalterischen und rechtlichen Möglichkeiten aller Optionen aufzeigt, soll Teil des städtebaulichen Gutachtens werden. Als fünften Punkt hat sich das Planungsbüro Flaspöhler mit den Perspektiven für den Münchhausenpark beschäftigt. Der Anlage wird ein sehr guter Zustand bescheinigt; sie soll künftig zum Startpunkt für Touristen werden und zum kulturellen Mittelpunkt ausgebaut werden. Dort wird im Gutachten der optimale Standort für eine Bühne gesehen. Eine bereits vorgeschlagene Weserbühne an der Promenade und ein Bühnenprovisorium im Forum vor der Kirche sind für die Planer nur zweite Wahl.

Info: Bürgerversammlung am 18. Februar

Das Planungskonzept für Bodenwerders Altstadt soll am Donnerstag, 18. Februar, ab 19 Uhr im Saal des Hotels „Deutsches Haus“ in einer zweiten öffentlichen Veranstaltung allen interessierten Bürgern vorgestellt werden. Nach der öffentlichen Diskussion wird das städtebauliche Konzept vom Planungsbüro dokumentiert und den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt. Damit beginnt die Umsetzungsphase. Noch vor der Sommerpause des Rates soll das Konzept am 20. Juni im Rat der Münchhausenstadt behandelt werden. Wie Planer Peter Flaspöhler betont, werden von den Bürgern immer wieder angesprochene Marketingprobleme nicht Gegenstand des Planungskonzepts werden. Diese Anregungen, beispielsweise zum Leerstandsmanagement und zu einer Gestaltungssatzung, sind Aufgabe weiterer Planungsschritte.joa



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