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Weserpromenade – Konzept in Arbeit

Der erste Schritt zur Sanierung

BODENWERDER. Der Zeitplan steht, der erste Schritt ist gemacht: Im Rahmen eines Workshops wurden im Rathaus die Weichen für die Sanierung der Weserpromenade gestellt. Nach Angaben von Stadtdirektorin Tanya Warnecke nahmen drei Architekten, sie selbst sowie Thomas Steffe und Hans-Joachim Lott vom Bauamt an dem Treffen teil. Die Architekten hätten gut zusammengearbeitet und interessante Vorschläge unterbreitet, die sie jetzt zu Papier bringen wollen. Im Herbst sollen die Vorschläge dann dem Rat und der Öffentlichkeit präsentiert werden.

veröffentlicht am 18.07.2017 um 10:17 Uhr

Malerisch: die Weser in Bodenwerder mit der angrenzenden Promenade. Foto: wfx
Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Der Kostenrahmen sei klar abgesteckt: Über drei Jahre, von 2017 bis 2019, würden insgesamt 800 000 Euro in den Stadthaushalt eingepflegt. Darin enthalten seien bereits die bewilligten Fördergelder des Bundes und des Landes aus dem Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“, erläutert die Verwaltungschefin. Man prüfe allerdings, ob auch noch andere Fördertöpfe angezapft werden können.

Angesichts des vorgegebenen Kostenrahmens und der begrenzten Finanzkraft der Stadt sei aber allen Beteiligten klar, dass es keine Luxus-Lösungen geben werde. Voraussichtlich werde man die Sanierung der Weserpromenade in mehreren Bauabschnitten in Angriff nehmen. In die Sanierung eingebunden würden natürlich die Wege, die erneuert werden müssten. Nach den Vorstellungen der Architekten werde es zudem einen Erlebnisbereich geben, außerdem würden die Grünanlagen in das Konzept mit eingebunden. Alle Details würden jetzt von den drei Architekten zusammengetragen und seien dann im Herbst die Grundlage für die weiteren Beratungen im politischen Raum. Die Zusammenarbeit der Architekten sei hervorragend, es gebe erfreuliche Synergieeffekte, freut sich Tanya Warnecke.

Wenn der Rat dem Konzept zustimme, könne man danach in die Feinplanung übergehen und die Ausschreibung erstellen. Ziel sei es, mit den Sanierungsarbeiten 2018 zu beginnen und sie nach Möglichkeit 2019 abzuschließen.

Zwar wäre es schön gewesen, endlich auch das leidige Thema Strandhotel vom Tisch zu haben, die weiteren Planungen zur Sanierung der Weserpromenade und der avisierte Zeitplan seien davon jedoch unberührt, betont die Stadtdirektorin. Wie berichtet, ziehen sich die Verkaufsverhandlungen für das seit 1999 leerstehende Strandhotel in die Länge, obwohl die Stadt nach Angaben der Verwaltungschefin alle Wünsche der Eigentümerin erfüllt und ein „gutes Angebot“ vorgelegt habe. Das Strandhotel ist seit Jahren ein Ärgernis, verfällt zusehens und droht schon bald auch ein Sicherheitsrisiko zu werden. Eine Sanierung des Schandflecks erscheint angesichts des maroden Zustands des Gebäudes unrealistisch. Der Eigentümerin liegt seit 2011 eine Abrissgenehmigung vor – und auch die Stadt dürfte den Komplex abreißen, wenn sie die Immobilie erwerben könnte.

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