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Die Leiterin der Oberschule Corinna Heinze jetzt im Amt bestätigt

Den guten Ruf wieder herstellen

BODENWERDER. Eine Schule zu leiten ist keine einfache Aufgabe, besonders wenn diese unruhige Zeiten erlebt hat und um die Wiederherstellung des guten Rufes ringen muss. Corinna Heinze hat sich den Anforderungen gestellt und im August zunächst kommissarisch, seit Oktober aber offiziell, die Leitung der Oberschule übernommen.

veröffentlicht am 16.11.2017 um 17:27 Uhr

Corinna Heinze wurde jetzt im Amt als Leiterin der Oberschule bestätigt. Foto: kb
Beißner

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Karin Beißner Reporterin
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Die gebürtige Hildesheimerin, Mutter zweier erwachsener Kinder, hat dafür ihren Lebensmittelpunkt nach Bodenwerder verlegt. „Für Schüler, Eltern und Kollegen ist es wichtig, dass ich mir diese Schule ausgesucht habe und hier auch bleiben will“, erklärt sie, „es wird Zeit, dass hier Ruhe einkehrt.“ Nach dem Pädagogik-Studium mit den Fächern Englisch, Mathematik und Kunst war Corinna Heinze zunächst Lehrerin an einer Grundschule und hat danach lange Zeit an einer Hauptschule in Hannover Erfahrungen, auch im Umgang mit schwierigen Schülern, gesammelt, bevor sie an die Oberschule nach Söhlde bei Hildesheim wechselte.

Dort kümmerte sich die 50-Jährige als kommissarische Konrektorin um Belange der Berufsorientierung, Schulqualität, Unterrichtsentwicklung, Didaktik und Stundenplan. All diese Erfahrungen kommen ihr bei den neuen Herausforderungen in Bodenwerder zu Gute. Als wichtigste Aufgabe sieht sie erstmal an, Sicherheit und Ruhe in die Schule zu bringen und Schwierigkeiten, die mit den Eltern und dem Schulvorstand bestanden, auszuräumen. „Das Kollegium zieht da voll mit und stärkt mir den Rücken“, berichtet die Schulleiterin, „alles läuft gut, aber wir müssen daran weiterarbeiten.“

Für die Schüler hat Corinna Heinze den Nachmittagsunterricht am Dienstag eingerichtet, genannt „ELMO – eigenverantwortliches Lernen, Methodentraining und Organisation“. Hier bekommen sie praktische Hilfe, sich selbst zu organisieren. Eine Herausforderung sind dabei die Schüler mit Migrationshintergrund, die die Sprache nur wenig oder gar nicht beherrschen. „Wir bemühen uns, sie nach ihren Möglichkeiten zu fördern, aber in einer Sprachlernklasse würden sie viel schneller Deutsch lernen“, meint die Schulleiterin, „aber die können wir erst mit zehn Schülern einrichten, wir haben aber nur neun.“

Die räumlichen Gegebenheiten für solch ein differenziertes Arbeiten sind an der Oberschule in reichem Maße vorhanden. Jede Klasse hat einen Klassenraum mit eigenem Arbeitsraum, in den sich auch die Inklusionskinder mit ihren Betreuern und den Förderlehrkräften zurückziehen können.

Corinna Heinze fühlt sich in Bodenwerder sehr wohl. Für sie war es wichtig, am Ort zu wohnen, da sie ihren Job nicht halbherzig machen möchte. Sie sieht sich als Vorbild für Schüler und Kollegen und ist morgens die Erste in der Schule und nach getaner Arbeit oft die Letzte, die nach Hause geht. „Wir müssen den schlechten Ruf der Oberschule Bodenwerder wieder wegkriegen und setzen unsere ganze Kraft dafür ein. Alles ist jetzt aber schon viel entspannter“, erklärt sie. Auch Wünsche hat die engagierte Schulleiterin, sie möchte mehr Medien in die Schule bringen und eine iPad-Klasse einrichten.

Das würde bedeuten, dass die Schüler neben den üblichen Unterrichtsmaterialien auch Aufgaben mit dem iPad erledigen müssen. Mit den Eltern ist sie im Gespräch und die Kollegen bilden sich auf dem Gebiet schon weiter. Sie ist von der Wichtigkeit überzeugt, den Schülern einen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien beizubringen, ihnen auch zu zeigen, wo die Gefahren lauern. Und für die Schüler mit Migrationshintergrund könnten die Übersetzungsprogramme Ansporn zum Deutschlernen sein und ihnen den Spaß am Lernen wiedergeben.



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