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„Es ist eine Katastrophe“

Demonstration gegen die Vollsperrung der Bundesstraße 83

BODENWERDER/POLLE. „Es ist gut, dass Sie da sind.“ Marco Müller freute sich über die Resonanz. Über 70 Bürger waren seinem Aufruf gefolgt, auf dem Gelände der Firma Müller Treppenbau gegen die drohende Vollsperrung der Bundesstraße 83 bei Steinmühle zu protestieren. Anlass für die Demonstration war eine Zusammenkunft der Kreishandwerkerschaft Holzminden mit Vertretern der Politik und Verwaltung, die sich über die Konsequenzen aus der Sperrung informieren wollten.

veröffentlicht am 10.05.2018 um 14:05 Uhr

Klare Aussage: Die Vollsperrung will in Polle niemand. Und eigentlich ist sie nach dem Ministerwort aus Hannover vom Tisch. Foto: fhm

Autor:

Frank Müntefering
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„Als ich den Artikel las, dass die B 83 für sieben Jahre gesperrt wird, habe ich an einen späten Aprilscherz gedacht“, sagte Müller. Erst langsam sei ihm bewusst geworden, welche Konsequenzen das hat. „Es ist eine Katastrophe.“ Er habe gleich mit den Landtagsabgeordneten gesprochen, die ihm jede Unterstützung zusagten. „Wir werden gehört“, stellten Marco und Cornelia Müller fest. Das schnelle Eingreifen der Minister, der Runde Tisch, der aufgezeigte Alternativweg mit halbseitiger Sperrung hätten ihnen wieder Mut gemacht.

„Aber es bleiben Fragen.“ Und die richtete Müller an die Politik und bat die Teilnehmer der Demonstration, die Fragen an die Landtagsabgeordneten Sabine Tippelt (SPD) und Uwe Schünemann (CDU), Samtgemeindebürgermeisterin Tanya Warnecke sowie Hans-Jürgen Scholz, Vertreter der Landrätin, zu richten. Auf die Frage nach den konkreten Umleitungen für den Schwerverkehr berichtete Hans-Jürgen Scholz, dass die Strecken jetzt genehmigt seien und der Schwerverkehr sowohl über die B 240 und B 64 als auch über die Ottensteiner Hochebene gelenkt werden soll. Gelächter gab es in der Runde, als Winfried Hoch, Bürgermeister von Brevörde, konkret nachfragte, ob demnächst ein 40-Tonner die 13 Kurven bei Brevörde nehmen soll und die Antwort „Ja“ lautete.

Sabine Tippelt und Uwe Schünemann unterstrichen, dass in Hannover alles getan werde, um diese notwendige Sperrung so schnell wie möglich zu bearbeiten, um dann eine halbseitige Sperrung zu erreichen. „Am Personal und Mitteln wird es nicht scheitern“, betonte Sabine Tippelt. Und Schünemann ergänzte, dass einen Tag nach dem Runden Tisch schon der Gutachter beauftragt wurde, ein Sicherungskonzept zu gestalten. Es werde übrigens nicht der Gutachter sein, der das Projekt „Ohrberg“ in Hameln zu verantworten hatte. Man habe gemerkt, dass er noch keine Erfahrung mit solchen Aufgaben hatte. Der Gutachter für die B 83 sei sehr erfahren in diesem Bereich.

Medieninteresse: Das Thema B 83 beschäftigt Anlieger, Unternehmer, Politik und Medien gleichermaßen. Foto: fhm

Aufgenommen wurde die Anregung, Mitarbeitern von Betrieben, die jetzt die Fähre wegen der Sperrung nutzen wollen, ermäßigte oder kostenlose Tickets anzubieten. Das werde man beim Landkreis prüfen, sicherte Hans-Jürgen Scholz zu. Ebenso werde man eine transparente Informationspolitik betreiben, um immer wieder über neue Entwicklungen oder Fortschritte zu benachrichtigen.

Die Veranstaltung auf dem Firmengelände in Polle hat ein großes Medieninteresse ausgelöst. Zwei Kamerateams, ein Übertragungswagen des NDR und mehrere Pressevertreter auch überregionaler Medien berichteten über die Demonstration bei Müller Treppenbau.



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