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Ministerium informiert sich über Mobilität

Delegation lobt großes Engagement in Ottenstein

OTTENSTEIN/HOLZMINDEN. Ein Dorf mit rund 1000 Einwohner, das auch in schwierigen Zeiten des demografi-schen Wandels für seine Zukunft kämpft: Bundessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden, unser Dorf hat Zukunft“, eine gute Nahversorgung mit Arzt und Zahnarzt, Apotheke und Tierarzt sowie Schule und Kindergarten. Die Vertreter des Bundesministeriums zeigten sich beeindruckt von dem außergewöhnlichen Engagement der Bürger in Ottenstein und im gesamten Landkreis Holzminden in Sachen Mobilität und Nahversorgung. Bürgermeister Manfred Weiner begrüßte die Gäste aus Berlin – später war das Thema Bürgerbus ein inhaltlicher Schwerpunkt.

veröffentlicht am 06.10.2017 um 20:06 Uhr

Ottenstein gilt seit dem Sieg beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ als das „Golddorf“. Foto: wfx

Zu Gast war eine fünfköpfige Delegation aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit Dr. Bernd Rittmeier, dem Leiter der Projektgruppe Demografischer Wandel.

Im Rahmen ihrer Besuche in allen 18 Modellregionen Deutschlands machten sie auch Halt im Landkreis Holzminden und informierten sich über das Modellvorhaben Versorgung und Mobilität (MoVerMo). Mit den Beteiligungsveranstaltungen im August beginnt nun die die Umsetzungsphase. Das Ministerium fördert das dreijährige Projekt mit 350 000 Euro.

Landrätin Angela Schürzeberg begrüßte die Gäste im Kreishaus und dankte für die Möglichkeit, mit diesem Projekt die Mobilitäts- und Versorgungssituation für die Menschen im Landkreis weiterzuentwickeln.

Eine Delegation aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur informierte sich nun über das Modellvorhaben Versorgung und Mobilität im Landkreis Holzminden. Foto: pr
  • Eine Delegation aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur informierte sich nun über das Modellvorhaben Versorgung und Mobilität im Landkreis Holzminden. Foto: pr

Danach gab der Projektleiter Zeljko Brkic den aktuellen Stand der Entwicklungen im Projekt wieder. So gab es im Juli einen Wechsel in der Geschäftsführung des Projektes: Der externe Regionalmanager Dieter Meyer von der Firma MCON aus Oldenburg übernahm den Posten, wodurch das Projekt nun noch besser mit der Leader-Förderung verzahnt ist.

Die Regionalplanerin Jessica Switala präsentierte den Analysebericht und Datenspeicher als aussagekräftiges Zwischenergebnis des Projektes. Hier sind Daten über die Versorgungssituation der Orte gebündelt, die im ersten Projektteil erfasst wurden.

Danach präsentierte Geschäftsführer Dieter Meyer die Ergebnisse der drei „Konzeptionskonferenzen“ vom August, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden sollen. Die Themen Dorfladen, Bürgerbus, eine App für die Vermittlung von Mitfahrangeboten und sogenannte Mitfahr-Bänke haben bei den Teilnehmenden der Konferenzen die höchste Priorität gefunden.

Nach dem Besuch in Ottenstein nahmen die Gäste an einem Workshop zum Thema Bürgerbusse teil. Dabei wurden die Möglichkeiten und Voraussetzungen für den Einsatz von Bürgerbussen nicht nur im Kooperationsraum Nord-West, sondern im gesamten Landkreis erörtert. Als weiterer Schritt wurde eine Machbarkeitsstudie für den Einsatz von Bürgerbussen im Landkreis im Rahmen des MoVerMo-Projektes vereinbart.

Abschließend stellte Dr. Rittmeier fest: „Es beeindruckt uns immer wieder das außerordentliche Engagement in einzelnen Gemeinden. Im Kreis Holzminden konnten wir dies sehr eindrucksvoll in Ottenstein sehen. Wir sind überzeugt, dass bis Ende des Modellvorhabens in einem Jahr weitere sehr interessante und konkrete Ergebnisse vorliegen werden – beispielsweise die Einführung von Bürgerbussen zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs in einzelnen Gemeinden.“red

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