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Die Neugestaltung kommt an

Daumen hoch für Pläne an Promenade

BODENWERDER. Schon im kommenden Jahr könnte es losgehen. Dann sollen die Bauarbeiten an Bodenwerders Aushängeschild – der Weserpromenade – beginnen. Und die Pläne der Planergemeinschaft Treuberg, Meyer und Flaspöhler stoßen auf überwiegend positives Echo.

veröffentlicht am 23.08.2018 um 15:24 Uhr
aktualisiert am 23.08.2018 um 16:30 Uhr

Zwischen Weserstrand (im Bild) und Dampferanleger sollen die Bauarbeiten beginnen: Die Neugestaltung der Weserpromenade ruft ein überwiegend positives Echo hervor. Foto: Archiv
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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„Alles, was unsere Region verbessert, ist gut“, so Karl Schoppe, Inhaber und Geschäftsführer des Hotels Goldener Anker. Er hofft jedoch, dass die Bauarbeiten, die in drei Bauabschnitten gestaltet werden sollen, nicht in die touristenreiche Zeit fallen. Reeder Jörg Menze, der mit seiner Flotte Weser in der Münchhausenstadt anlegt, findet es „wichtig und richtig, dass Bodenwerder etwas macht. Hier gibt es eine schöne lange Promenade, die ihresgleichen sucht“. Und der Reeder weiß: „Wasser zieht die Leute an“.

„Ich freue mich, dass dort etwas passiert“, sagt Melanie Korte-Beuser, Vorsitzende des Vereins „Unser Bodenwerder“. Die Geschäftsfrau zeigt Verständnis dafür, dass nicht alles (Aussichtsturm und Weserschwimmbühne sind zu teuer; wir berichteten) und vor allem auch nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Sie steht dem ganzen Projekt allerdings positiv gegenüber. „Ich finde es total klasse, dass die Promenade neu gestaltet wird. Wir haben hier viel Potenzial“, so ihre Meinung. Sie will sich überraschen lassen, was aus der bisherigen Weserpromenade gemacht wird, und hofft, dass auch die Gastronomen mitziehen. Athina Pappa vom griechischen Restaurant Parga hat die Pläne im Detail noch nicht gesehen, ist aber schon froh, dass sich an der Weserpromenade etwas tut. „Man merkt, dass die Touristen unzufrieden sind“, sagt sie und sieht in dem Millionenprojekt mehr Vorteile für Stadt und Tourismus – fürchtet aber gleichzeitig um den Wegfall der Parkplätze vor ihrer Gaststätte. Ihr Kollege Fadi Fawaz von den Weserstuben ein paar Meter weiter begrüßt die Neugestaltung ebenfalls. „So wie die Wiese jetzt aussieht, ist es nicht einladend. Es muss etwas gemacht werden.“

Es stehe, so Rudolf Hansmann, Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, „völlig außer Frage“, dass die Promenade neu gestaltet werden müsse. „Vom Grundsatz her ist das Konzept in Ordnung. Man muss schauen, was machbar ist“, sagt er und hat dabei die Finanzierung im Blick. Denn auch, wenn 1,1 Millionen Euro an Fördersumme in Aussicht stehen – 600 000 Euro müsse die Stadt selbst aufbringen. Hansmann sitzt im Verwaltungsausschuss, der am Montag über das weitere Vorgehen in Sachen Neugestaltung entscheidet. Der Fraktionsvorsitzende möchte, dass die Anwohner mit einbezogen werden: „Man kann nicht über deren Köpfe hinweg etwas entscheiden“. Das, so hatte Stadtdirektorin Tanya Warnecke bereits im Bau- und Umweltausschuss versichert, werde geschehen, „wenn der Beschluss gefasst wurde, die Neugestaltung tatsächlich in Angriff zu nehmen“. Die Anwohner würden dann zu einer Versammlung eingeladen.

Für Martina Sudhof-Werner, Fraktionsvorsitzende der CDU-FDP-Gruppe im Stadtrat, wäre es wünschenswert, „dass wir so bauen können, wie wir es geplant haben“, aber Aussichtsturm und Weserschwimmbühne seien derzeit nicht zu finanzieren und daher wünscht sie sich, „zukunftsorientiert hinzugucken“, um diese vielleicht später einmal realisieren zu können. Auch sie freut sich, dass die konkreten Pläne nun vorliegen und hebt zwei Punkte hervor: Dass die Infrastruktur durch neue Versorgungsleitungen verbessert wird, denn das sei wichtig für alle Veranstaltungen, die dort stattfinden; und dass viel Grün im Vordergrund steht und damit die Ursprünglichkeit bewahrt wird.

Was im Übrigen anstelle des Strandhotels, das die Stadt im Juni gekauft hatte, an gleicher Stelle entstehen wird, steht laut Fachbereichsleiter Thomas Steffe noch nicht in allen Einzelheiten fest. Über die Nachnutzung an dieser exponierten Stelle werde allerdings bald beraten. Der Rückbau des maroden Gebäudes ist bereits beschlossene Sache und beginnt im Herbst.



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