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Denn die Stadt prüft ihre freiwilligen Leistungen – und damit den Zuschuss für die Einrichtung

Das Kreativzentrum bangt um seine Zukunft

Bodenwerder (dy). Seit Oktober 1996 ist das Kreativzentrum in den Räumen der Arminiuswerft an der Rühler Straße ansässig. Unzählige Menschen haben in den vergangenen Jahren dort in den Räumen in der zweiten Etage getöpfert, gehandarbeitet, musiziert, gemalt oder auch Hilfe bei den Hausaufgaben erhalten. „Im letzten Jahr haben wir in der Ferienpassaktion 305 Kinder betreut“, sagt Anja Franke von der Ländlichen Erwachsenenbildung in Hameln. Die pädagogische Mitarbeiterin im Beratungsbüro der Erwachsenenbildung ist zuständig für die Bildungsarbeit in der Region und betreut das Kreativzentrum. Jetzt sorgt sie sich um die Zukunft dieser Einrichtung.

veröffentlicht am 03.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:41 Uhr

Anja Franke (rechts) und Marianne Lauszat bieten unter anderem d
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Die Stadt Bodenwerder ist Mieterin der Kreativ-Räume, die der Ländlichen Erwachsenenbildung zur Verfügung gestellt werden. An den Kneipp-Verein und auch an den Verein für Sozialpädagogik in Holenberg – er ist zuständig für die Hausaufgabenhilfe – hat die Erwachsenenbildung wiederum Räume für einen geringen Betrag untervermietet. „Diese Einnahmen erleichtern uns die Zahlungen an die Stadt“, erklärt Anja Franke.

Stadtdirektor Ernst-August Wolf erläutert, dass das Kreativzentrum jährlich mit 4000 Euro netto im städtischen Haushalt zu Buche schlage. In einem neu aufzustellenden Haushaltssicherungskonzept kommen demnächst alle freiwilligen Leistungen in den Fachausschüssen auf den Prüfstand – und somit auch die Unterhaltung des Kreativzentrums. Diese Entscheidung muss jetzt abgewartet werden, bevor die Ländliche Erwachsenenbildung weitere Planungen vornehmen kann.

„Schön wäre es, wenn die Räume renoviert werden oder wir neue Räume stadtnah und möglichst ohne Stufen bekommen könnten“, sagt Anja Franke. Die vielen Stufen machten manchem Kursteilnehmer zu schaffen. Auch der Kneipp-Verein ist sehr daran interessiert, „stufenlos erreichbar“ zu sein und sucht eine neue Bleibe, möchte aber gern mit dem Kreativzentrum zusammenbleiben.

„Ich hoffe sehr, dass wir weiterhin die finanzielle Unterstützung der Stadt Bodenwerder erhalten“, sagt die Pädagogische Mitarbeiterin aus Hameln. Solange sind ihr die Hände bezüglich weiterer Planungen gebunden.

Derzeit laufen Kunst- und Töpferkurse im Kreativzentrum, und regelmäßig kommen Kinder zur Hausaufgabenhilfe. Gerne würde Anja Franke zeitgemäße Bildungsangebote im Kreativzentrum anbieten, würde eher Einzelaktionen als durchgehende Kurse planen und damit beginnen, ehrenamtliche Mitarbeiter zu suchen. „Wir brauchen ein Gesicht vor Ort, jemanden, der hier lebt und für uns wirbt“, betont sie und freut sich, dass sich jetzt bereits Marianne Lauszat aus Pegestorf mit großem Engagement für das Kreativzentrum einsetze – wie jüngst bei der durchgeführten Büchertauschbörse in der Einrichtung. „Auch die Ferienpassangebote müssen geplant und die Ehrenamtlichen dafür gesucht werden“, sagt Anja Franke.



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