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Das Bad rutscht immer tiefer ins Finanzloch

Bodenwerder (jhe). Schwimmen, Planschen, Saunieren ist in Bodenwerder ein teurer Spaß – zumindest für die Samtgemeinde. Der Zuschuss für das Schwimmbad wird in diesem Jahr voraussichtlich so hoch wie nie. Samtgemeindebürgermeister Ernst-August Wolf rechnet mit einem Defizit von rund 300 000 Euro – und das alleine für den reinen Betrieb, Investitionen nicht inbegriffen.

veröffentlicht am 12.10.2009 um 15:46 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:21 Uhr

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„Das ist ein ganz schöner Brocken“, sagt Wolf und erklärt, dass maßgeblich die „exorbitant gestiegenen Energiekosten“ für den hohen Zuschuss verantwortlich seien. Um das Bad erhalten zu können, „müssen diese hohen Unterhaltungskosten erheblich heruntergefahren werden“, sagt der Samtgemeindebürgermeister. Eine Modernisierung scheint der einzige Ausweg zu sein, denn bei dem über 30 Jahre alten Bad „passt einfach die Hülle nicht mehr“, so Wolf.

Was dem Bad auch zu schaffen mache, seien die schwindenden Besucherzahlen. Kamen 2006 noch rund 34 700 Gäste, waren es 2007 rund 2000 weniger. Noch drastischer ging die Zahl im vergangen Jahr auf etwa 27 000 Gäste zurück. Auch wenn das Bad 2008 zwei Wochen länger als in den Vorjahren geschlossen war, wird der Abwärtstrend deutlich. Ein Trend, der sich auch in diesem Jahr fortzusetzen scheint. Bis Ende August waren es rund 15 800 Badegäste – etwa 4200 weniger als zum gleichen Zeitpunkt 2008. Sylke Steinhoff aus der Verwaltung weist allerdings darauf hin, dass das Schwimmbad im Januar dieses Jahres wegen Energiesparmaßnahmen geschlossen hatte. „Das macht sich in der Gesamtbesucherzahl bemerkbar“, so Steinhoff.
 Als möglichen Grund für die sinkende Besucherzahl nennt Ernst-August Wolf den demografischen Wandel. „Vor allem junge Menschen gehen von hier weg, weil sie keine Arbeitsplätze bekommen – bei einer weiterhin abnehmenden Bevölkerungszahl wird es für das Bad nicht leichter werden.“ Mit dieser Problematik stehe Bodenwerder allerdings nicht alleine da. „Viele Bäder sind schon geschlossen worden, weil die Gemeinden es sich nicht mehr leisten konnten“, sagt Wolf.



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