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Das alte Gemäuer der Klosterkirche hat es in sich

Von Karin Beißner

Bodenwerder. „Er muss aufhören zu bohren!“, ruft Rizo Salkovic und stürmt aus der Klosterkirche. Staub versperrt ihm innerhalb von Sekunden die Sicht. Der Putz in der rechten oberen Ecke der Westwand ist gerissen und wölbt sich bedrohlich ins Kircheninnere. Uwe Wusziedlo, der Chef auf der Baustelle, stoppt sofort den großen Bohrer, der sich Zentimeter für Zentimeter in das Mauerwerk frisst und begutachtet die schadhafte Stelle, als der Staub aus dem Fenster abgezogen ist.

veröffentlicht am 07.10.2010 um 10:57 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:21 Uhr

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Von Karin Beißner

Bodenwerder. „Er muss aufhören zu bohren!“, ruft Rizo Salkovic und stürmt aus der Klosterkirche. Staub versperrt ihm innerhalb von Sekunden die Sicht. Der Putz in der rechten oberen Ecke der Westwand ist gerissen und wölbt sich bedrohlich ins Kircheninnere. Uwe Wusziedlo, der Chef auf der Baustelle, stoppt sofort den großen Bohrer, der sich Zentimeter für Zentimeter in das Mauerwerk frisst und begutachtet die schadhafte Stelle, als der Staub aus dem Fenster abgezogen ist.
 „Mit solchen Zwischenfällen muss man rechnen“, meint er nur, „wir bohren mit Druckluft, und wenn in dem alten Gemäuer ein Durchlass ist, weicht die Luft zur Seite aus und drückt den Putz von der Wand. Kein Grund zur Sorge.“ Von der langen Leiter aus, die immer bereitsteht, entfernt der Kollege den lockeren Putz. Auf etwa einem halben Quadratmeter ist das alte Mauerwerk nun zu sehen mitsamt dem kleinen Loch, das der Verursacher des Bröckelns war.

 Eigentlich waren für das Anbringen der Anker nur 14 Tage veranschlagt worden, aber dieser Termin kann nicht eingehalten werden, das weiß man jetzt schon. „Da wir nicht in das Gemäuer sehen können, wissen wir nicht, was uns erwartet“, erklärt Uwe Wusziedlo, „und hier in Kemnade hat uns die Härte des Gesteins überrascht. Sandstein ist eigentlich recht weich, aber hier haben wir für den Anker im nördlichen Seitenschiff von knapp acht Meter Länge schon drei Bohrkronen gebraucht.“ Um die Härte des Gesteins zu demonstrieren, versucht er ein Stück des herausgebohrten Steines zu zertrümmern, doch das gelingt ihm erst nach mehreren Versuchen.
 Die nächste Bohrung soll über eine Länge von 20 Metern durch die Westwand gehen. Was erwartet die Denkmalschützer wohl da? Aber die Anker müssen zur Stabilität eingezogen werden, da hilft nichts.



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