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Darum wird das Trinkwasser gechlort

Bodenwerder/Hehlen (dy). Mit dem Feuerzeug entzündet Detlef Deutschendorff im Keller des Hochbehälters Am Schiffberg in Hehlen die Flamme des kleinen Brenners, um mit dieser dann den Hahn zu sterilisieren, bevor er eine Wasserprobe abfüllt. „Die Proben für die Chlormessung entnehme ich natürlich schon vor diesem Abbrennen“, erklärt der zertifizierte Wasserprobennehmer eines Hamelner Labors.

veröffentlicht am 08.10.2010 um 15:09 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:21 Uhr

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Bodenwerder/Hehlen (dy). Mit dem Feuerzeug entzündet Detlef Deutschendorff im Keller des Hochbehälters Am Schiffberg in Hehlen die Flamme des kleinen Brenners, um mit dieser dann den Hahn zu sterilisieren, bevor er eine Wasserprobe abfüllt. „Die Proben für die Chlormessung entnehme ich natürlich schon vor diesem Abbrennen“, erklärt der zertifizierte Wasserprobennehmer eines Hamelner Labors.
 Schon früh morgens haben sich Andreas Hübel, Technischer Leiter beim Wasserverband Ithbörde/Weserbergland (WVIW), Monteur Fritz Duszak und Detlef Deutschendorff in Hehlen getroffen, um verschiedene Punkte zur Wasserentnahme aufzusuchen. Will der Technische Leiter an diesem Morgen „nur einen Eindruck vor Ort bekommen“, so ist der Monteur stets mit dem Wasserentnehmer unterwegs, um die Hochbehälter auf- und abzuschließen und auf die Alarmanlagen einzuwirken.
 Zusätzlich zu den Proben aus den Wasserhochbehältern entnimmt Deutschendorff auch in Privathaushalten zwei Wasserproben. Den Chlorgehalt kann er direkt vor Ort ermitteln. Hübel erläutert, dass die minimale Chlor-Konzentration (0,1 Milligramm pro Liter) nicht unterschritten, und die maximale Konzentration (0,3 Milligramm pro Liter) nicht überschritten werden darf. Für die bakteriologische Untersuchung nimmt Deutschendorff die sterilen Flaschen mit ins Labor; nach drei Tagen steht das Ergebnis dann fest.
 Am 31. August hat der Wasserverband Ithbörde/Weserbergland (WVIW) bei routinemäßigen Untersuchungen mikrobiologische Auffälligkeiten im Trinkwasser in der Neustadt Bodenwerder, in Hohe/Brökeln und in Hehlen festgestellt (wir berichteten). Seit diesem Zeitpunkt wird eine Chlorung durchgeführt. Das Chlor verteilt sich im Netz bis zu jedem Hausanschluss und wirkt ein bis zwei Tage. „Dann setzen wir die Chlorung ab und untersuchen das Trinkwasser erneut“, erläutert Andreas Hübel. Am 27. September erhielten die Einwohner von Hohe und Brökeln „grünes Licht“ für ihr Trinkwasser. In der Neustadt Bodenwerder (östliches Weserufer) und im gesamten Ort Hehlen muss das Wasser weiterhin gechlort werden. „Ein betriebstechnisches Problem können wir nach Überprüfung als Ursache für die Verkeimung ausschließen“, so Hübel. Er vermutet, dass starke Regenfälle auf dem oberflächennahen Quellwasser daran schuld sind. Hübel betont: „Nach der Trinkwasserverordnung wird die Chlorzugabe bemessen und stellt kein gesundheitliches Risiko dar. Zum Verzehr sollte das Wasser weiterhin abgekocht werden, um das Chlor zu eliminieren.“ 



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