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Kooperation mit Penzel-Akademie

Chinesen als Investoren

HEYEN. Einwohnerfragestunde im Rahmen der jüngsten Ratssitzung in der Cafeteria „Pyramide“ in Heyen: Ob der Bürgermeister eventuell „ein Bröckchen an Information“ zur Thematik „APM und China“ an die interessierten Bürger weitergeben könne, so lautete die vorsichtige Anfrage aus den Reihen der Zuhörer.

veröffentlicht am 30.08.2017 um 15:08 Uhr
aktualisiert am 30.08.2017 um 18:30 Uhr

Das „Reich der Mitte“ ist in Heyen präsent: Am Unternehmenssitz der Europäischen Penzel-Akademie wehen der derzeit die Flaggen Deutschlands, der Europäischen Union, der Volksrepublik China, der Schweiz und Österreichs. Foto: saw

Autor:

SABINE WEISSE
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„Das Unternehmen (gemeint ist die Europäische Penzel-Akademie, Anm. d. Red.) ist dabei, die vertraglichen Grundlagen für eine Zusammenarbeit mit einer chinesischen Firma zu schaffen“, so Bürgermeister Michael Zieseniß. So sei von der Penzel-Geschäftsführung ein 19-Punkte-Plan erstellt und dem chinesischen Geschäftspartner übermittelt worden, der künftige Geschäftsfelder in Bodenwerder und Heyen fixiere.

Vor dem Hintergrund der Entfernung, unterschiedlicher kultureller Gepflogenheiten wie auch anderer hierarchischer Strukturen „braucht es sicherlichgewisse Zeit, bevor alle Fragen geklärt und in allen Aspekten Übereinstimmung erzielt ist“.

Auch Zieseniß liegt der 19-Punkte-Plan vor, dessen konkreter Inhalt nach Übereinkunft aller Beteiligten vertraulich zu behandeln sei. Für den Ort Heyen sähe das Exposé einen Ausbau der Geschäftsfelder Bildung, Ausbildung und Forschung vor. „Aktivitäten, wie wir sie seit Jahrzehnten im Bereich der APM in Heyen kennen, sollen künftig auch in Bezug auf Traditionelle Chinesische Medizin vor Ort stattfinden.“ Zu diesem Zweck sei die Errichtung von Gebäuden in der unmittelbaren Umgebung des jetzigen Unternehmenssitzes in Ortsrandlage vorgesehen. Als Vertreter der Gemeinde Heyen habe er im Vorfeld deutlich gemacht, dass produzierendes Gewerbe oder gar Industrie den Rahmen des Dorfes sprengen würde. „Auch die Bebauung muss passen.“ Grundsätzlich stehen Rat und Einwohner den Plänen aufgeschlossen und positiv gegenüber. „Ganz viel sanfteres Wachstum als im Gesundheitssektor ist wohl kaum vorstellbar“, so Zieseniß.

Baron von Münchhausen empfängt die Gäste aus China. Foto: Stadt Bodenwerder

Nachdem im Februar dieses Jahres eine chinesische Delegation den Ort Heyen, die Münchhausenstadt und auch die Samtgemeinde bereist hatte, war unter anderem von Plänen zum Bau einer 500-Betten-Rehaklinik für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) auf dem Ostufer-Gelände die Rede.

Eine Delegation aus Deutschland, der neben Vertretern der Europäischen Penzel-Akademie unter anderem Samtgemeindebürgermeisterin Tanya Warnecke, Fachbereichsleiter Thomas Steffe und Heyens Bürgermeister Michael Zieseniß angehörten, hatte Mitte Juni im Rahmen einer einwöchigen Geschäftsreise mit dem künftigen Partner einen intensiven Austausch gepflegt und Einblicke in das chinesische Gesundheitswesen gewinnen können.

Information

Empfang für die Gäste aus Fernost

Im Rahmen einer Weserberglandreise wurden 37 Gäste aus China in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle und der Münchhausenstadt durch den Baron von Münchhausen vor seinem Geburtshaus, dem heutigen Rathaus, musikalisch empfangen. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Münchhausendarsteller Achim Merker ging es mit einem offiziellen Empfang weiter. Das historische Ambiente des Münchhausen-Gutshofes beeindruckte und regte die Fantasie beim geschichtlichen Rückblick an. Die Gruppe, die überwiegend aus den festen Mitarbeitern der in Frankfurt erscheinenden „Chinesischen Handelszeitung“ um den Inhaber Haitao Xiu und weiteren freiberuflichen Journalisten aus der Republik (Sylt bis Ravensburg, Düsseldorf bis Dessau) bestand, wurde von Samtgemeindebürgermeisterin Tanya Warnecke und Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt willkommen geheißen. Das Glanzlicht der Gäste aus Fernost war am Abend das 65. Lichterfest am Weserufer. Das Rahmenprogramm und das Höhenfeuerwerk rundeten einen gelungenen Tag ab. saw



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