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Finale des Gesangswettbewerbs „Vocal Hero“ mit TV-reifen Leistungen

Casting-Show-Niveau in Holzminden

HOLZMINDEN. Am Ende gibt es fünf strahlende Preisträger, ein hingerissenes Publikum und eine glückliche Jury, die weiß: Auch in der neunten Auflage hat der regionale Gesangswettstreit „Vocal Hero“ nichts von seinem Reiz verloren. Im Gegenteil: Die gesanglichen Leistungen der Kandidaten erreichen ein Niveau, das locker mit TV-Castingshows mithalten kann. Und weil manche Kandidaten ihre eigenen Fanclubs am Start hatten, stieg auch die Stimmung im Saal schnell an.

veröffentlicht am 02.04.2017 um 19:30 Uhr

Kandidat Daniel Ritzenhoff (re. mit Mikrofon) wurde von seinem Fanclub unterstützt. Foto: nig

Autor:

Jörg Niggemann
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Mit einigen Neuerungen im Vorfeld der Finalshow kann „Vocal Hero“ die Qualität der Live-Auftritte noch einmal um eine Stufe steigern. Dazu gehörten Workshops, gezieltes Gesangstraining und eine Probe der Finalisten mit der Lehrerband „Teachers Finest“ – eine Zusammensetzung routinierter Musikschuldozenten. „Das hat sehr viel gebracht“, verspricht Moderator und Organisator Alexander Käberich gleich zum Auftakt.

Neu ist auch die Altersgruppe III, bei der erstmals Erwachsene ab 20 Jahren antreten dürfen. Sie wetteifern um einen Ehrenpreis der Jury, während es in den Altersgruppen I (9-13 Jahre) und II (14-20 Jahre), jeweils um den Publikums- und einen Jurypreis geht, verbunden mit Gesangsunterricht oder einer Aufnahme im Tonstudio.

Schon die ersten Töne bei der Finalshow sorgen für Gänsehautmomente, als Mel Holl die Ballade „If I Were a Boy“ von Beyoncé anstimmt. Souverän intoniert Johanna Just den James-Arthur-Titel „Say You Won’t Let Go“, was ihr in der Altersgruppe I den Publikumspreis beschert. Anastasia König überzeugt die Jury durch ihren großen Stimmumfang bei „Man In The Mirror“, und darf am Ende den Jury-Preis der Altersgruppe in Empfang nehmen. Als jüngste Kandidatin des Abends singt Kim Wittke aus Alfeld den Song von Ruth B „Lost Boy“.

Gewann den Jury-Preis der Altersgruppe I: Anastasia König. Foto: nig
  • Gewann den Jury-Preis der Altersgruppe I: Anastasia König. Foto: nig

Das durchweg hohe Leistungsniveau bei der Altersgruppe II lässt das Publikum staunen. Patrizia Eiswert, die als erste Kandidatin der zweiten Runde auf die Bühne muss, lässt sich auch durch eine Mikrofonpanne nicht aus dem Konzept bringen und sichert sich mit ihrer Version von „Beautiful“ von Christina Aguilera den Jurypreis. Sehr stark und auf betont freche Art bringt Dara-Jona Keese den aktuellen Hit „Human“ von Rag‘n‘Bone Man auf die Bühne. Mit „Schön genug“ von Lina Maly singt Kandidatin Melina Schikorr den einzigen deutschsprachigen Song des Abends. Und als Jaria Ternedde mit überraschend kräftiger, dunkler Stimme „Stay“ von Rihanna anstimmt, wird es andächtig still in der Halle – bis zum tosenden Schlussapplaus. Ihre Leistung wird mit dem Publikumspreis belohnt.

Unter den „Erwachsenen“ finden sich bereits ein paar „alte Hasen“, die schon in den Vorjahren bei Vocal Hero glänzten und nun noch einmal die Gelegenheit nutzten, ihr Können auf der großen Bühne zu zeigen. Steffen Hoffmann zum Beispiel, der sehr routiniert einen Michael Bublé-Song zum Besten gab und Anna Funk aus Heinade, die mit „Deeper“ von Ella Eyre auftrat. Emily Buxton hatte ein Katy-Perry-Stück im Gepäck, während Daniel Ritzenhoff es mit dem Bee Gees-Klassiker „To Love Somebody“ versucht. Mit seiner lässigen Performance überzeugte der Jugendbetreuer nicht nur die Jury, die ihm den Ehrenpreis verlieh, sondern auch seine jugendlichen Schützlinge – die als mitgereister Fanclub zur Final-Zugabe sogar die Bühne stürmen und mittanzen durften.

„Wer hier singt, der ist ein Sieger“, unterstreicht Kirsten Gerberding gleich zu Beginn des Finalabends. Dank der langjährigen Unterstützung durch „Courage! Die Gerberding-Stiftung“ ist die Teilnahme am Wettbewerb kostenlos. „Vocal Hero ist ein strahlender Stern unserer Stiftungsarbeit“, betont sie. Und die Unterstützung solle auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Worte, die Alexander Käberich als Motor des Gesangswettbewerbes gerne hört, denn das nächste Jahr wird ein besonderes: „Dann feiern wir unser Zehnjähriges!“

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