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Kunstausstellung der VHS-Gruppen in Bodenwerder eröffnet

Bunter Mix im Museum

BODENWERDER. Am Wochenende startete die Ausstellung der Volkshochschul-Kunstgruppen im Münchhausen-Museum. Noch bis zum 27. Oktober sind die Bilder dort zu sehen.

veröffentlicht am 20.08.2017 um 12:07 Uhr
aktualisiert am 21.08.2017 um 08:45 Uhr

Am Wochenende startete die Ausstellung der Volkshochschul-Kunstgruppen im Münchhausen-Museum. Noch bis zum 27. Oktober sind die Bilder dort zu sehen. Foto: kkü
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Karin Küster Reporterin
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Malen und Zeichnen habe sie schon früher interessiert, sagt Renate Schüßler. „Ich wollte es immer. Ich hatte nie die Zeit!“ Gleiches erzählen auch Ulrich Krüger aus Bodenwerder, der sich seit 2001 intensiv mit Aquarellmalerei beschäftigt und Sigrid Wolf, die seit ihrer Pensionierung als Lehrerin Landschaften in Pastell malt. Die drei besuchen nun schon seit mehreren Jahren regelmäßig die vormittags stattfindenden Volkshochschulkurse von Detlev Peipelmann in Bodenwerder. Eine Ausstellung ihrer Werke und die der anderen Malbegeisterten, auch aus den abendlichen Volkshochschulkursen Peipelmanns in Holzminden, wurde am Freitag im Münchhausen-Museum eröffnet. Eine Vielzahl an Techniken ist dort zu sehen: Nicht nur Aquarell, Acryl- und Ölgemälde, sondern auch eine Pastellzeichnung auf feinem Schleifpapier! Landschaften und Blumenbilder ebenso wie ein beeindruckendes Indianerporträt und surrealistische Darstellungen. Einige Bilder sind auch käuflich zu erwerben.

Seine Qualitäten als Dozent stellt Detlev Peipelmann zur Ausstellungseröffnung eindrucksvoll unter Beweis: Er hat im Museum ein kleines Eckchen mit Malutensilien vorbereitet, setzt sich eine Baskenmütze auf, schlüpft in einen weißen Malerkittel und gibt eine kurze, unterhaltsame Einführung in die Kunstgeschichte am Beispiel eines kleines Bildes, das er gleichzeitig malt. Zunächst ist das Gemälde nur hellblau grundiert, was dem Minimalismus, auch Minimal-Art entspräche, erklärt Peipelmann. Durch weitere Farbtupfer, bewusst aufgebracht, lässt er im Laufe seiner kunsthistorischen Reise ein kleines Gemälde entstehen, welches überraschenderweise am Ende die Weser bei Pegestorf darstellt. Flüssig, eindrucksvoll und heiter, unterstützt durch die von den ausstellenden Künstlern vorgelesenen Texte, führen Peipelmanns Ausführungen rückwärts über moderne Kunst, Expressionismus zum Impressionismus, wobei Action Painting, Fauvismus und Surrealismus nicht unerwähnt bleiben.

Zu Peipelmanns Kunstgruppe in Holzminden gehören zehn Malbegeisterte, die sich montags und donnerstags abends um 18 Uhr treffen. Die achtköpfige Gruppe in Bodenwerder kommt mittwochs morgens im „Klex“ zusammen. Ein fester Termin für alle, ein Zusammensein in netter Gesellschaft, das sie sehr schätzen und auf das sie sich jede Woche freuen, berichten die Teilnehmer einstimmig. „Wer neu dazu kommt, muss erst Grundlagen lernen“, erzählt Sigrid Wolf. „Ich musste eine Kaffeemühle malen, danach kleine Stillleben. Immer Sommer treffen wir uns auch manchmal in einem Garten. Da lernen wir, wie man draußen malt: Perspektive, Licht und Schatten, das ist wichtig.“

Detlev Peipelmann gibt anlässlich der Ausstellungseröffnung im Münchhausen-Museum eine kurze, unterhaltsame Einführung in die Kunstgeschichte. Foto: kkü

Auch Renate Schüßler erinnert sich an ihre Anfänge beim Malkurs: „Wir lernten zunächst, auf Packpapier einen Korb darzustellen, eine alte Lampe zeichnen, Flaschen selbst entwerfen.“ Sie hat alles Mögliche an Techniken ausprobiert, ist heute beim Malen mit Pastellkreide auf Velours angekommen und hat damit „ihr“ Medium gefunden, um sich mit viel Freude künstlerisch ausdrücken zu können.



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