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Stabwechsel an Stellvertreter Schmidt

Bürgermeister Sievers gibt im April sein Amt ab

Bodenwerder (ul). Karl Gerhard Sievers (SPD) wird nur noch bis Ende April die Amtsgeschäfte als ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Bodenwerder führen und sie dann seinem bisherigem ersten Stellvertreter Friedrich-Wilhelm Schmidt (CDU) übergeben.

veröffentlicht am 18.02.2009 um 20:15 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:41 Uhr

K. G. Sievers
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Natürlich muss dieses auf einer Ratssitzung ganz offiziell mit Wahlen über die Bühne gehen, denn auch für Friedrich-Wilhelm Schmidt als ersten Stellvertreter wird dann die bisherige zweite stellvertretende Bürgermeisterin als künftig erste stellvertretende Bürgermeisterin vorgeschlagen und gewählt werden. Nachrücker für Elke Perdacher (SPD) als zweite stellvertretende Bürgermeisterin wird voraussichtlich Martina Sudhof-Werner (CDU).

Stilles Abkommen

zwischen SPD und CDU

Sievers: „Wir haben zwar als SPD mit neun Abgeordneten die Mehrheit im Rat der Stadt Bodenwerder, sind uns aber mit den acht Abgeordneten der CDU darüber einig, diesen Wechsel anzustreben. Zwar sieht das die niedersächsische Gemeindeordnung nicht vor, aber ohne diesen Kompromiss hätte ich mich gar nicht mehr zur Wahl des Bürgermeisters bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 bereit erklärt. Das war ein stilles Abkommen unserer beiden großen Parteien.“ Sievers: „Wir haben uns darauf geeinigt, zweieinhalb Jahre seitens der SPD den Bürgermeister zu stellen und jetzt eben die weiteren zweieinhalb Jahre dem jetzigen stellvertretenden Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt das Ruder zu übergeben.“

Eine lange politische Ära geht für Sievers jetzt zu Ende: Von 1976 bis 1981 war er stellvertretender Bürgermeister in Bodenwerder, von 1981 bis 1996 bereits Bürgermeister. Gern erinnert er sich an den Höhepunkt im Jahr 1987, als die Münchhausenstadt mit 700 Jahren Stadtrechte ihr Stadtjubiläum feierte. 1996 habe es Krach in der Fraktion gegeben. Daraufhin war Hartmut Schüler (CDU) bis 2006 Bürgermeister der Stadt Bodenwerder.

Noch mehr Kultur

wäre wünschenswert

Den künftigen Bürgermeister Schmidt erwartet durch die angespannte Haushaltslage ein eng begrenzter Gestaltungsrahmen. Für das Schulzentrum sieht Sievers eine Perspektive als Kooperative Gesamtschule (KGS), denn in der jetzigen fünften Klasse gibt es nur noch eine Hauptschulklasse neben drei Realschulanfängerklassen. Sievers: „Eine IGS lässt sich bei der geringen Schülerzahl meiner Meinung nach nicht umsetzen.“

Auch kulturell wünscht sich Sievers mehr Angebote und größere Akzeptanz der Bürger. „Das hohe Qualitätsniveau der Kantorei unter Christiane Klein, wird meiner Meinung nach von den Bürgern der Stadt noch nicht ausreichend gewürdigt.“ Auch die Kritik an der vorübergehenden Schließung des Hallenbades kann Sievers als leidenschaftlicher Schwimmer nicht ganz nachvollziehen: „Diejenigen, die stets dafür sind, dass das Hallenbad geöffnet bleibt, sollten auch dafür sorgen, dass es belebt wird,“ fordert er. Er geht aber davon aus, dass mit der Fusion der Samtgemeinde mit Polle die Bädersituation geklärt ist: Bodenwerder behält das Hallenbad und Polle das Freibad. Eine energetische Renovierung des Hallenbades werde allerdings nicht mit den zusätzlichen Mitteln aus dem Konjunkturprogramm zu wuppen sein, fürchtet Sievers.

Bei der nächsten Ratssitzung am 16. März wird der Nachfolger für den verstorbenen Ratsherrn Dr. Rolf Oeler (CDU) ernannt. Hans-Werner Jahn (CDU), der schon im Rat war, aber bei der letzten Wahl nicht mehr hineingekommen war, rückt nach.

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