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„Zustimmung war überwältigend“

Bremker Bürger beteiligen sich an Pflanzaktion - Viele Geldspenden

BREMKE. In einer gut organisierten Gemeinschaftsaktion pflanzten Bremker Bürger 54 Bäume und 475 Heckenpflanzen am Mühlenhofsweg, am Schmiedeweg und am Langelsbergweg. 26 Helfer im Alter von 20 bis 80 Jahren trafen sich zu der gemeinsamen Pflanzaktion, die die Feldmarkinteressentenschaft auf die Beine gestellt hatte.

veröffentlicht am 05.12.2017 um 20:17 Uhr

Gemeinsam pflanzten die Bremker Bürger 475 Heckenpflanzen und 54 Bäume als Ausgleichsmaßnahme für das Asphaltieren eines Feldweges. Foto: kkü
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Karin Küster Reporterin
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Pünktlich um 9 Uhr konnten die Freiwilligen zügig mit der Arbeit beginnen, denn Andreas Bosch (Schrift- und Rechnungsführer) und Ulrich Steinbrink (2. Vorsitzender) hatten schon am frühen Morgen mit sechs Helfern alles bestens vorbereitet. An den markierten Pflanzstellen lagen Bäume, Pfosten und Büsche bereit. Mit Minibagger, Erdbohrgeräten, Pflanzhacken und Spaten machten sich die Bremker ans Werk, unterbrachen die Arbeit nur kurz für ein gemeinsames Frühstück im Dorfgemeinschaftshaus und waren schon mittags mit allen Pflanzarbeiten fertig.

Der Schützenverein hatte wegen des gleichzeitig ausgetragenen „Weihnachtsschießen der Bremker Vereine“ ohnehin schon den Grill angeheizt, sodass die Pflanzhelfer ihre Aktion mit einer leckeren Mahlzeit ausklingen lassen konnten.

Die Pflanzaktion hat eine lange Vorgeschichte: Bei der Jahreshauptversammlung der Feldmarkinteressentenschaft im Januar diskutierten die Bremker über Maßnahmen, die mit Hilfe von Fördermitteln realisiert werden können, Wegebau innerhalb der Feldmark gehört dazu. Es wurde mehrheitlich der Wunsch geäußert, den Wennekampsweg bis zur K 5 (Esperder Straße) asphaltieren zu lassen, da dieser in einem sehr schlechten Zustand und für Fußgänger kaum mehr begehbar war. Der Vorstand stellte einen Förderantrag beim Amt für Regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Dafür gab’s nach drei Monaten grünes Licht. So konnten die Feldmarkinteressenten beim Landkreis Holzminden den Bauantrag für das Asphaltieren stellen. Die Baumaßnahme wurde im August durchgeführt. Die Genehmigung erfolgte indes unter der Bedingung, Ausgleichsflächen für die Versiegelung des Bodens zu schaffen. Diese Flächen waren mit der Unteren Naturschutzbehörde abzustimmen. Am Ende kamen die Bremker und die Behörde zu der Vereinbarung, 1750 Quadratmeter Fläche mit Bäumen und Büschen zu bepflanzen. Auf der Pflanzenliste standen Pflaume, Süßkirsche, Apfel, Birne, Feldahorn und Winterlinde, dazu verschiedene Heckenpflanzen wie Gemeiner Schneeball, Pfaffenhütchen oder Rote Heckenkirsche.

Nun galt es, diese Ausgleichsmaßnahme mit vereinten Kräften zu stemmen. Der Vorstand der Feldmarkinteressentenschaft hatte die Idee: Mehrere Wochen waren Andreas Bosch und Ulrich Steinbrink im Dorf unterwegs, klingelten bei jedem Mitbürger an der Tür, erklärten ihr Anliegen und erhielten durchweg positive Resonanz und viele Geldspenden. „Die Bremker fanden das Projekt interessant“, erinnert sich Andreas Bosch. Ziel war es auch, das Wir-Gefühl zu stärken. Ulrich Steinbrink: „Die Zustimmung war überwältigend!“

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