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Planungen zur Volksfest-Neuauflage vorerst auf Eis gelegt

Bleibt der Platz doch leer?

BODENWERDER. Eigentlich schien die Idee gut anzukommen, mal wieder ein Volksfest in Bodenwerder zu veranstalten. Ähnlich wie die Schützenfeste vergangener Zeiten sollte es werden. Als Jens Bremeyer die Idee dafür im Sommer letzten Jahres im Internet auf Facebook postete, gingen die Zahl der Zustimmungsbekundungen in Form von Likes und Herzchen zumindest steil nach oben. Der Wunsch nach einem Volksfest in Bodenwerder scheint da zu sein. Doch außerhalb des Internets blieb der Rückhalt bisher rar, sodass Bremeyer seine Planungen vorerst auf Eis gelegt hat.

veröffentlicht am 11.03.2019 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 11.03.2019 um 21:30 Uhr

2020, so die Idee von Jens Bremeyer, könnte auf dem Festplatz in Bodenwerder wieder ein Volksfest stattfinden. Doch dafür fehlen ihm noch Mitstreiter. Foto: wfx
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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„Ich bin immer noch bereit, es zu machen, aber ich brauche Unterstützung“, sagt Bremeyer. „Wenn sich noch jemand meldet, bin ich unheimlich gerne Mitorganisator“, sagt er, aber allein sei ihm das Risiko zu groß. Bereits bei der ersten Berichterstattung unserer Zeitung zu dem Vorhaben sagte Bremeyer: „Schluss ist, wenn ich merke, dass ich keine Unterstützung habe und es nicht finanzieren kann.“

Gedacht war das Fest für 2020. Ein Wochenende lang, Freitag, Samstag, Sonntag, Programm für jedermann in der Stadt – ein Volksfest eben, dass das Gefühl der Gemeinsamkeit in der Stadt stärkt, mit Fahrgeschäften und eventuell einem Festumzug der Vereine. Passend zu diesem Gedanken wollte Bremeyer die Planung auch nicht allein übernehmen, sondern suchte nach Mitstreitern. Doch bisher sei leider keiner auf ihn zugekommen, bedauert Bremeyer. „Wirklich schade“, findet er. Dabei hatte er sich zur Planung schon viele Gedanken gemacht, Kontakte aufgenommen und Angebote eingeholt. Doch als Privatperson und ohne Verein im Hintergrund sei ihm auch das Haftungsrisiko zu groß.

Dass es durchaus funktionieren kann, anstelle eines traditionelles Schützenfests eine andere Veranstaltung auf die Beine zu stellen, zeigt das Beispiel der Homby-Festtage in Stadtoldendorf. Dort hatte das Schützenkollegium im Sommer 2017 nach schwindender Resonanz beschlossen, dass das Schützenfest zumindest 2018 nicht stattfinden sollte, sondern pausieren. Für die aufgetane Lücke fanden sich aber schnell Stadtoldendorfer, die im frisch gegründeten Verein ein neues Fest auf die Beine stellen wollten und es auch in die Tat umsetzten. 2018 gehörte zum „Homby“ unter anderem eine Kinderdisko, ein Comedy-Abend und eine Schlagerparty mit Stargast und Ex-RTL-Dschungelkönig Ross Antony. Zudem gab es auf dem Festplatz Stände und Fahrgeschäfte wie beim Volks- und Schützenfest. Nach den guten Resonanzen 2018 soll das Homby-Fest in diesem Jahr wiederholt werden. Ein Termin dafür steht auch: Vom 17. bis 20. Mai findet das Fest auf dem Ballisgraben statt. In diesem Jahr will der Homby e.V. mit den Schützen zusammenarbeiten und das Konzept mit dem bekannten Volks- und Schützenfest verknüpfen.

Jedem, der auch ein Fest auf die Beine stellen will, rät der Homby-Vorsitzende Dascho Wehner, sich zuerst über Risiken zu informieren und sich selbst abzusichern. In Stadtoldendorf läuft die Organisation über den Verein. Hat man sich für diese Rechtsform entschieden, gilt es dann, sieben motivierte Mitstreiter für die Gründung des Vereins zu finden, die am gleichen Strang ziehen. Dann braucht es noch gute Ideen und „man muss sich was trauen“, sagt Wehner aus eigener Erfahrung. Zudem sollten die vielen Stunden organisatorische Arbeit am besten auf mehrere Schultern verteilt werden. „Das kann nicht einer alleine machen“, sagt Wehner.



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