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Aber die Dunkelziffer dürfte hoch sein

Bisher zwölf Grippefälle im Raum Bodenwerder

BODENWERDER / BERLIN. Rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wegen einer akuten Atemwegserkrankung in der vergangenen Woche eine Haus- oder Kinderarztpraxis aufgesucht. Grippe und Erkältung sorgen für übervolle Wartezimmer, Notaufnahmen in Kliniken sind ausgelastet.

veröffentlicht am 02.03.2018 um 20:06 Uhr

Die Schniefnase ist noch das kleinere Übel – eine echte Grippe ist eine schwerwiegende Erkrankung. Foto: dpa
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In der vergangenen Woche hat die Grippewelle mit knapp 35 300 Fällen einen Höhepunkt erreicht, wie das Robert-Koch-Institut in Berlin mitteilt. Im Landkreis Holzminden sind seit Jahresbeginn 53 Grippefälle registriert worden, wie die Kreisverwaltung mitteilt – 40-mal vom Typ Influenza B, 13-mal Influenza A. Für den ehemaligen Samtgemeinde-Bereich Bodenwerder wurden acht Influenza-B- und vier Influenza-A-Nachweise gemeldet.

Wer nicht dringend zum Arzt muss, sollte jetzt besser nicht hingehen. „Es gibt Routineuntersuchungen, die ohne Probleme ein paar Tage warten können“, sagt Ulrich Weigeldt, Vorsitzender des Hausärzteverbandes. Solche Termine zu verschieben, schone nicht nur die Nerven, es verhindere auch, dass sich Patienten im Wartezimmer anstecken.

Deutschlandweit wurden in dieser Saison bislang rund 120 000 Fälle erfasst. Mindestens 216 Menschen sind nachweislich nach einer Influenza-Infektion gestorben, vorwiegend Senioren. Die Dunkelziffer bei Grippefällen gilt aber als hoch. Mindestens zehn Menschenleben hat die Grippewelle in Niedersachsen gefordert, sagt Holger Scharlach vom Landesgesundheitsamt (NLGA). Getroffen habe es ein Kleinkind, zwei Jugendliche, einen Patienten unter 40 Jahren und sechs über 75. Seit Oktober wurden 5654 Grippefälle dem NLGA gemeldet. Das Virus sei weiterhin „stark aktiv“. Derzeit bleibt laut NLGA rund jedes fünfte Kita-Kind zu Hause. Und der Höhepunkt sei noch nicht erreicht, meint Scharlach. In über 50 Prozent der eingereichten Laborproben werde Influenza nachgewiesen – Tendenz steigend. Dabei geht das NLGA von einer starken Unter-Erfassung aus, da viele der Krankheitsfälle gar nicht auf Influenza geprüft würden.

dpa/mafi



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